Eintrag · Mittelhochdeutsches Wb. (MWB)
liuhte swstF.
2 ‘Licht, Helligkeit, Glanz’
1 ‘Leuchte, Lampe, Ampel’ vor disen eltêren hangen zwô lûchten, di entpurnet man zu grôzen hôchzîten HvFritzlHl 228,1; nach dem totleibe sol div frowe nemen ir morgengabe vnd allez, daz dar zvͦ horet, daz varnde gvͦt heizet, daz sint schaf vnd geize vnd swin vnd rinder [...] vnd garn vnd div bette [...] bolster vnd kvssin [...], elliv lilachen, tischlachen vnd lvͦchten SchwSp 17a; durch daz han wir daz opfir braht / mit vollenkumender andaht, / daz semelmelbrot uf geleit / di luhten burnende bereit Macc 7134; UrkKölnZunft 1:58,9 (a. 1344); SpdtL 102,6; HeslApk 22257; Lanc 562,1 u. ö. – die sunne wunneclîch / uberschein die werelt wît / und underschiet des dages zît / von der vinsterlîchen naht, / der ouch zû lûhten was gemacht / der mâne und ouch die sterren Erlös 122. – womit man Feuer, Licht erzeugt: ignitabulum: luhte Gl 3:639,40. – übertr. (vgl. Salzer, Sinnbilder, S. 324f.): eine here dochter si gebirt, / di ein ewic luchte wirt, / ein heilwag unde ein wuͦnne, / ein spiegel in ir kunne Elis 280; Lilie 44,18; unser herre Jhesu Crist, / der liecht aller luchten ist HeslApk 1794. – hierher oder als subst. Inf. zu liuhten (so Glr.z.St.): 2 ‘Licht, Helligkeit, Glanz’ die lûchte gab in den widir slác [blendete sie] / sam der sunne umbe míttín tac Rol 695; glich der cristallen luchte HeslApk 8252; so daz die dunne sache / die swaren last enthalden mac, / und zuschiet nacht und tac, / daz vinster von der luchte, / daz trocken von der vuchte ebd. 18143. die varwe nicht vorblichet / von der sunnen luchten / noch von des wazzers vuchten ebd. 7993 (oder zu liuhten, so Glr.z.St.); 2155. – uns düster dumpheit erluͥchte, / wand du dregs der wisheit luͥchte! MarlbRh 88,10. – von Farben: lylien sten in vuchte / in drierhande luchte, / wiz, gel, bla, der varwen fin Daniel 2014
MWB 3,3 1212,10; Bearbeiter: Luxner