Hauptquelle · Grimm (DWB, 1854–1961)
leblos adj. und adv.
leblos , adj. und adv. ohne leben; mhd. lebelôs ( im sinne von nicht lebendig, träge Trist. 197, 32, vgl. die stelle unter leblich), eine form, die noch Göthe aus metrischen gründen braucht: lasz die gewölbe wie frische himmel blinken, paradiese von lebelosem leben richte zu. 41, 216 ( durch druckfehler leblos); die form leblos verbreitet sich seit dem 16. jahrh., wie es scheint von Mitteldeutschland aus, das oberdeutsche auf mhd. lîplôs fuszende leiblos ( s. d. ), welches ohne leben bedeutet, verdrängend: und so er betet fur seine güter, fur sein weib, fur seine kinder, schemet er sich nicht …