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lâgella

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EWA
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Eintrag · Etymologisches Wb. des Ahd. (EWA)

lâgella

lâgellaAWB f. ō-St., seit dem 10. Jh. in Gl.,
daneben lâgelAWB n. a-St./f. ō-St.?, seit dem
12. Jh. in Gl.: ‚Fässchen, Fass, Fass als Flüs-
sigkeitsmaß; amphora, cadus, lagella [= la-
goena], lagoena [vas fictile vel lapideum],
laguncula, metreta
〈Var.: -e-, -æ-; -ill-, -ila,
-ela〉. Das Wort ist aus dem Diminutiv mlat.
lagella f. ‚Fässchen‘ entlehnt. Mitzka und
Seebold (Kluge21/25) nehmen (m)lat. lagōna
f. ‚Flasche mit engem Hals und dickem
Bauch‘
als Basis für das ahd. Wort an, da-
gegen sprechen aber die frühen ahd. lâgella-
Belege. Das Genus von nur im Nom.Sg.
überliefertem lâgel ist nicht sicher zu be-
stimmen: Handelt es sich um ein Fem., ist
Apokope von -a eingetreten. – Mhd. lâgele,
lægele sw.f., lâgel, lægel st.f./st.n. ‚Fässchen,
bestimmtes Maß oder Gewicht‘
, frühnhd.
lagel, lägel m./f./n. ‚Gefäß für Flüssigkeiten,
Hohlmaß, Maßeinheit für Flüssigkeiten und
and. schüttbare Stoffe‘
, nhd. mdartl. nahezu
flächendeckend verbreitet: schweiz. lāgel n.,
lōgel m./.n./f., lägel m. ‚längliches Fass zum
Weintransport, Maßangabe, Weinbütte, Jau-
chenfass, hölzernes Fässchen mit Deckel
und Schnabel zum Trinken‘
, els. lagel, lo-
gel n. ‚Flüssigkeitsmaß (50 l)‘, bad. lägel,
lägele m./f./n. ‚kleines Fässchen, Transport-
fass, Trinkgefäß, Fischbehälter, Hohlmaß‘
,
schwäb. lägel f./n. ‚Gefäß für Flüssigkeiten‘,
S969lâgella 970
vorarlb. lägel f. ‚längliches Fässchen, Fass
zum Transport von Jauche‘
, bair. lägel n.
‚Fässchen‘, tirol. lāgl n. ‚Fässchen für Wein,
Hohlmaß, Bottich der Fischer‘
, steir. lagel n.
‚Fässchen, Gewichtsbez. für Stahl‘, dt.-lothr.
kontrahiert läl f. ‚Fässchen‘, rhein. legel,
kontrahiert leil m./n./f. ‚Gefäß zur Trauben-
lese, Wassergefäß aus Holz, strohgeflochte-
ner Korb für gekneteten Teig‘
, pfälz. lagel
f./n., lägel n. ‚Hohlmaß für Flüssigkeiten,
hohes Gefäß mit Tragegurten, kleines Fäss-
chen‘
, südhess. legel n./m. ‚Gefäß zur Wein-
lese, das ca. 50 l Trauben fasst, †Flüssig-
keitsmaß, †Holzkanne mit Klappdeckel‘
,
kurhess. legel n. ‚Fässchen‘, hess.-nassau. lä-
gel m./n. ‚Kufe zur Weinlese‘, nassau. lägel,
kontrahiert leel n. ‚Weinbutte, Weinmaß‘,
thür. lägel n./m. ‚Fässchen, Hohlmaß‘,
osächs. †lägel m./n. ‚kleines Fass‘, märk. le-
chel n. ‚kleines, hölzernes Fass‘ (beeinflusst
von mndd. lēchel), mittelelb. lǟgel n. ‚klei-
nes Holzfass, ein bisschen, ein wenig‘
,
schles. lägel n. ‚kleines, hölzernes Fass für
Getränke, Weinkrug‘
, siebenbürg.-sächs. lä-
gel(n) n. ‚Fass zur Aufbewahrung und Trans-
port von Lebensmitteln und Flüssigkeiten‘
,
ndsächs. lēgel, lǟgel, lechel m./n. ‚Fässchen
für Alkohol oder Trinkwasser, hölzernes
Gefäß mit Deckel‘
, lüneb. lech’l n. ‚Kruke
aus Holz oder Ton‘
, schlesw.-holst., meckl.
lechel, leihel n. ‚hölzernes Fässchen mit
Spundloch, das gefüllt mit Buttermilch oder
Braunbier zu der Feldarbeit mitgenommen
wird‘
, preuß. lägel m./n. ‚kleine, hölzerne
Tonne für Branntwein oder Leinöl‘
. Die
mdartl. Formen mit -ō- gehen auf mhd. -ā-
zurück. Das seit dem Frühnhd. belegte m.
Genus ist durch die zahlreichen m. Werk-
zeugbez. auf -el (Hebel, Hobel, Kübel usw.)
verursacht.
3173 Zeichen · 126 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 8.–11. Jh.
    Althochdeutsch
    lâgellast. f.

    Althochdeutsches Wörterbuch · +1 Parallelbeleg

    lâgella st. f. , lâgel st. n. f. , mhd. lâgel(e), lægel(e) st. sw. f., lâgel, lægel st. n., nhd. lägel, legel m. n. ; mn…

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Zerlegung von lagella 2 Komponenten

lag+ella

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salzlâgella

AWB

salz·lagella

salzlâgella st. f. — Graff II,156. salz-lægella: nom. sg. Gl 3,158,42 ( SH A, Trier 31, 12. Jh. ). Salzfäßchen: gitula ( aus situla? Vgl. Di…