Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
Kußhand
Kußhand
küssen Vb. ‘mit den Lippen berühren (als Zeichen der Liebe und Achtung)’, ahd. kussen (9. Jh.), mhd. mnd. küssen, asächs. kussian, mnl. cussen, nl. kussen, aengl. cyssan, engl. to kiss, anord. schwed. kyssa und (mit wohl kindersprachlicher Reduplikation des Anlauts) got. kukjan ‘küssen’ sind ebenso wie hethit. kuu̯aš-, griech. kyné͞in (κυνεῖν, Aorist κύσ(σ)αι) ‘küssen’ lautnachahmende (sich daher der Lautverschiebung entziehende) Bildungen, für die sich eine Schallwurzel ie. *ku(s)- ‘küssen’ ansetzen läßt, vgl. auch aind. cúmbati ‘küßt’. – Altes, aus dem Verb rückgebildetes Verbalabstraktum ist Kuß m., ahd. kus (9. Jh.), mhd. kus, kos, asächs. koss, kuss, mnd. kus, mnl. cus, cusse, nl. kus, aengl. coss, engl. kiss, anord. koss, schwed. kyss; vgl. Älteste Postverbalia (1938) 25 ff. Handkuß m. (17. Jh.). Kußhand f. ‘auf die eigenen Fingerspitzen gegebener, dem Partner mit einer Handbewegung scheinbar zugeworfener Kuß’ (18. Jh.).