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Kurbel

mhd. bis spez. · 13 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Meyers
Anchors
14 in 13 Wb.
Sprachstufen
5 von 16
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20

Eintrag · Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

Kurbel

Bd. 11, Sp. 854
Kurbel (Krummzapfen), ein einarmiger, mit einer Welle fest verbundener Hebel, der als Glied des Kurbelgetriebes (s. d.) dazu dient, eine hin und her gehende Bewegung in eine rotierende überzuführen (z. B. bei Dampfmaschinen, Gasmotoren etc.) oder umgekehrt (z. B. bei manchen Pumpen etc.). Die die K. tragende Welle heißt Kurbelwelle. Ander K. lassen sich unterscheiden der Kurbelzapfen (die Kurbelwarze), an den sich ein schwingender Teil (die Bleuelstange) anschließt, und der Kurbelarm, d. h. der Teil zwischen Kurbelwelle und-Zapfen. Sitzt die K. am Ende einer Welle, so wird sie wohl auch als Stirnkurbel (Fig. 1) bezeichnet. W ist die Kurbelwelle, A der Kurbelkörper aus Schmiedeeisen, Stahl oder Stahlguß, selten aus Gußeisen, der mit seiner Nabe auf die Kurbelwelle meist ausgepreßt oder warm ausgezogen ist. Ein Keil sichert die K. gegen Drehung auf der Welle. Der Kurbelzapfen Z, meist aus Stahl, ist in eine Bohrung des Kurbelkörpers konisch eingesetzt und mittels Keil (wie in der Figur) oder Schraube festgehalten, oder ohne besondere Befestigung zylindrisch eingepreßt, oder nach Erwärmung des die Bohrung enthaltenden Teiles eingeschoben. Mitunter ist die K. samt Zapfen mit der Welle aus einem Stück hergestellt. An Stelle des Kurbelkörpers kann auch eine volle Scheibe, eine Kurbelscheibe (meist aus Gußeisen) treten, die den Zapfen aufnimmt. Trägt die K. am Kurbelzapfen eine zweite K., so heißt diese Gegenkurbel. Wird die K. zwischen zwei Lagerstellen durch eine Ausbiegung, eine Kröpfung, der Welle gebildet, dann entsteht die gekröpfte Welle, Kurbelachse oder Krummachse (Fig. 2). A, A sind die Kurbelarme, Z der Kurbelzapfen. Je nachdem dieselbe Welle eine oder mehrere Kurbelkröpfungen besitzt, nennt man dieselbe einfach gekröpft oder mehrfach gekröpft. Zur Ausgleichung des Gewichts von Kurbelarm und -Zapfen wird sowohl bei Stirnkurbeln als auch bei Krummachsen in manchen Fällen dem Zapfen diametral gegenüber ein Gegengewicht angeordnet. Eine besondere Art der K. ist die Handkurbel, zur Aufnahme von Menschenkraft bestimmt. An Stelle des Kurbelzapfens tritt hier der Handgriff. Eine einfache Ausführung der Handkurbel zeigt Fig. 3. Bequemer in der Handhabung ist die K., wenn der Handgriff mit einer drehbaren Hülfe (meist aus Holz) versehen ist. Gewöhnlich ist die Länge des Kurbelarmes = 35–40 cm, die Länge des Handgriffs = 30 cm für einen Arbeiter (einmännige K.), = 50 cm für zwei Arbeiter (zweimännige K.). Die von einem Mann an der K. ausgeübte Kraft ist = 8–10 kg bei dauernder, = 15–30 kg bei vorübergehender Arbeit. Die Umfangsgeschwindigkeit am Handgriff beträgt 0,5–1 m in der Sekunde (s. auch Belebte Motoren). Über Sicherheitskurbeln s. Winde. Als K. kann auch der Exzenter (s. d.) angesehen werden.
2753 Zeichen · 54 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    kurbel

    Mhd. Handwörterbuch (Lexer)

    kurbel , kurbelîn s. kërvele, körbelîn.

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Kurbel

    Adelung (1793–1801) · +3 Parallelbelege

    Die Kurbel , S. Adelung Kurbe .

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Kurbel

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Kurbel ( Krummzapfen ), ein einarmiger, mit einer Welle fest verbundener Hebel, der als Glied des Kurbelgetriebes (s. d.…

  4. modern
    Dialekt
    Kurbel

    Elsässisches Wb. · +6 Parallelbelege

    Kurbel [Khùrwl Mütt. Bf. Molsh. Str. Saarunion Wh. ] 1. f. gebogene Handhabe zum Drehen eines Rades Bf. Str. 2. n. runde…

  5. Spezial
    Kurbel

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Kur|bel f. (-,-n) mantia (-ies) f. , menadú (-dus) m.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit kurbel

32 Bildungen · 32 Erstglied · 0 Zweitglied · 0 Ableitungen

Zerlegung von kurbel 2 Komponenten

kur+bel

kurbel setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

kurbel‑ als Erstglied (30 von 32)

kurbelband

DWB

kurbel·band

kurbelband , n. ledernes band, gürtel in verbindung mit einer kurbel.

kurbelfutter

DWB

kurbel·futter

kurbelfutter , n. hölzerne röhre, womit der arm einer kurbel gleichsam gefüttert ist.

Kurbelgetriebe

Meyers

kurbel·getriebe

Kurbelgetriebe ( Kurbelmechanismus ), ein Mechanismus, der eine rotierende Bewegung in eine geradlinig hin und her gehende oder im Kreisboge…

kurbelhase

DWB

kurbel·hase

kurbelhase , m. : wann man ihnen bei ehrlicher gesellschaft einen hasen oder hun vorzuschneiden und zerlegen darbietet, sie dafür erschrecke…

Kurbel II

RhWB

Kurbel II das Wort ist allg. an der Saar, Mos von Trier bis Bernk-Veldenz , Wittl , Bitb , Prüm , WDaun , Malm-Dürler Emmels , abseits Simm-…

Kurbelnbrot

RhWB

kurbeln·brot

Kurbeln-brot ko·r.wələbrū:t Trier-Stdt (fast nur in dieser Zs.) n.: rundes Brot, bes. aus Roggenmehl.

Kurbelspieß

Adelung

kurbel·spiess

Der Kurbelspieß , des -es, plur. die -e, in einigen Gegenden, ein Nahme des Fangeisens oder Schweinespießes der Jäger, wegen der Kurbel, ode…

kurbelspiesz

DWB

kurbelspiesz , m. der schweinspiesz oder das fangeisen, venabulum Frisch 1, 559 a , von kurbel als gekrümmtes quereisen Adelung , Krünitz, a…

Kurbelstang'

MeckWB

kurbel·stang

Kurbelstang' f. Kurbelstange, bes. die senkrechte Stange am Spinnrad, die die Aufundabbewegung der Wipp in die Drehbewegung der Radachse ums…

Kurbelwell

MeckWB

kurbel·well

Kurbelwell f. Radachse mit Kurbel; beim Spinnrad, wo die kurze Radachse als kleiner Fortsatz der Kurbel erscheint, für Kurbel gebraucht Gü; …