Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
Kneipe f.
Kneipe f.
Kneipe f. ‘einfaches Wirtshaus, Schenke’. Im 18. Jh. zuerst im Obsächs. aufkommendes Kneipschenke wird in der Studentensprache zu Kneipe verkürzt und bezeichnet eine ‘kleine, schlechte Schenke’ sowie die darin abgehaltene ‘Zusammenkunft zum Zechen’, dann auch das ‘kleine Zimmer eines Studenten’, die ‘Studentenbude’ (Ende 18. Jh.). Das Substantiv gehört wahrscheinlich zu 2kneipen ‘kneifen, zusammendrücken, klemmen, einengen’ (s. d.), so daß von einer Vorstellung ‘beklemmend enger Raum’ auszugehen ist. Kneipe wird heute meist in abschätzigem Sinne gebraucht, oft aber auch als ‘vertrautes, gemütliches Lokal’ verstanden. – 1kneipen Vb. ‘zechen’ (18. Jh.). Kneipier m. ‘Wirt, Inhaber einer Kneipe’, französierende Bildung der Studentensprache (um 1800).