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Knacks

nhd. bis sprichw. · 10 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Pfeifer_etym
Anchors
16 in 10 Wb.
Sprachstufen
4 von 16
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24
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8

Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

Knacks

Knacks

knacken Vb. ‘einen kurzen, harten, hellen Laut von sich geben, mit einem kurzen, harten, hellen Laut knallen, auf-, zerbrechen, zerquetschen, gewaltsam öffnen’, frühnhd. knacken ‘krachen, einen Sprung, Riß bekommen’ (15. Jh.), mnd. knāken, knacken ‘krachen’, mnl. cnāken, cnacken, nl. knacken ‘knicken, brechen, krachen’, schwed. knaka ‘krachen’, engl. (mundartlich) to knack ‘krachen, brechen’ bilden mit ablautenden mhd. (niederrhein.) knochen ‘pressen, drücken’, aengl. cnocian ‘schlagen, stoßen’, engl. to knock ‘klopfen, schlagen, stoßen’, anord. knoka ‘schlagen, prügeln’ eine nur im Germ. vorkommende Gruppe von Lautnachahmungen. – Knack m. ‘kurzer krachender Laut, Riß, Sprung’ (17. Jh.; md. gnacke, 15. Jh.) ist entweder Rückbildung aus dem Verb oder Substantivierung der lautnachahmenden Interjektion knack. Knacker m. ‘knackendes Geräusch’ (17. Jh.), heute vor allem ‘komischer, (auch) geiziger alter Mann’ (um 1900), oft als Schelte oder spöttisch (da man die Gelenke knacken hört) alter Knacker; ferner (im Anschluß an knacken ‘geräuschvoll aufbrechen’) ‘Nußknacker’ (1700) sowie ‘Einbrecher’ (19. Jh.), vgl. Geldschrankknacker (20. Jh.), landschaftlich (auch f.) ‘Knackwurst’. Knackwurst f. angeräucherte Wurst aus gehacktem Fleisch mit Fettstückchen und dünner, spröder Schale (16. Jh.), nach dem knackenden Geräusch, das beim Hineinbeißen entsteht. Knacks m. ‘knackendes Geräusch, Knack, Sprung, Riß, gesundheitlicher Schaden’ (18. Jh.), verstärkende Bildung zu gleichbed. Knack (s. oben), wie knacksen Vb. (19. Jh.), Intensivum zu knacken (falls nicht von Knacks abgeleitet). verknacksen Vb. in Wendungen wie sich den Fuß, die Hand verknacksen ‘verstauchen’, oft mit knackendem Geräusch der Knochen oder Sehnen (um 1900). Anderer Herkunft ist verknacken ‘verurteilen’ (s. d.).
1793 Zeichen · 51 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Knacks

    Adelung (1793–1801) · +7 Parallelbelege

    Knacks , ein Wort, welches so wie knack gebraucht wird, und auch als ein Hauptwort üblich ist. Es gab oder that einen Kn…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Knacks

    Goethe-Wörterbuch

    Knacks ‘Knax’ metaphor für: Versehen, Fehler Zwar Böttiger macht gar manchen Knix, | Doch oft passirt ihm auch ein K. | …

  3. modern
    Dialekt
    knacksSubst.

    Mecklenburgisches Wb. · +5 Parallelbelege

    knacks Schallwort des Ausrufs; als Subst. s. das Folg. Dä. 240 a ; Kü. 2, 157; Me. 3, 198.

  4. Sprichwörter
    Knacks

    Wander (Sprichwörter)

    Knacks Er hat einen Knacks weg (gekriegt). D.h. seine Gesundheit hat ernstlich gelitten.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit knacks

10 Bildungen · 9 Erstglied · 0 Zweitglied · 1 Ableitungen

knacks‑ als Erstglied (9 von 9)

knacksen

DWB

knack·sen

knacksen , verstärktes knacken, z. b. mit den fingern knacksen. Bernd Posen 131 ; an der wand aber gieng im knacksenden ticktack eine .. sch…

knacksig

PfWB

knack·sig

knacksig Adj. : ' geizig ', knacksich [ LA-Wollmh ]; zu knacksen 2. Rhein. IV 841 .

knacks II

RhWB

knacks II -a- Kref , Kemp-STönis ; -ǫ- Kref-Willich Adj. präd.: im Spiele alles verloren habend; ech bön kn.

Knackssak

MeckWB

knacks·sak

Knackssak f. Augenblickssache: dat is ne Knackssak schnell erledigte Angelegenheit Ha Witt .

Knackstein

RhWB

knack·stein

Knack-stein m.: 1. a. -akšdēn Gelenkknöchelchen, Feuersteinchen beim Fangsteinsp. (veralt.) Bitb-Fliessem ; -agə- Outschd ; -agəlšdē:nχən Ky…

Ableitungen von knacks (1 von 1)

verknacksen

Pfeifer_etym

knacken Vb. ‘einen kurzen, harten, hellen Laut von sich geben, mit einem kurzen, harten, hellen Laut knallen, auf-, zerbrechen, zerquetschen…