Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
klittern
klittern
klittern Vb. ‘willkürlich darstellen, schnell und unordentlich niederschreiben, zusammenstoppeln, Tatsachen unschöpferisch zusammentragen’, ursprünglich (mundartlich noch heute) ‘schmieren, klecksen’. Das seit dem 16. Jh. nachweisbare Verb ist eine Bildung zu frühnhd. Klitter ‘Klecks, Fleck’, das wahrscheinlich mit ablautendem Kladde (s. d.) verwandt ist. Die heutige Bedeutung ist wohl beeinflußt von Geschichtsklitterung f. ‘willkürlich zurechtgemachte Geschichtsschreibung’, von Fischart (Geschichtklitterung) im Titel der 2. Ausgabe des „Gargantua“ (1582) geprägt anstelle von Geschichtschrift in der 1. Ausgabe (1575).