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Klīe

mhd. bis Dial. · 6 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

WWB
Anchors
7 in 6 Wb.
Sprachstufen
3 von 16
Verweise rein
27
Verweise raus
8

Eintrag · Westfälisches Wb.

Klīe f.

Bd. 3, Sp. 718
Klīe f. [verbr.] Kleie, bei der Getreideverarbeitung nach Absieben des Mehles zurückbleibende Rückstände (bes. Schalen- und Keimreste); Teil des Korns, das sich der Müller als Mahllohn nahm (Frbg.). En Drankemmer vull Kliggen (Kr. SoestSos Kr. Soest@HeppenHp). De Kliggen metfreäten (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen@WellinghofenWl). — Ra.: Bai siek unner de Kliggen mißket, werd van’en Schwejnen friätten (Kr. ArnsbergArn Kr. Arnsberg@HagenHg || (ähnl.) mehrf.). ⟨›Klīe‹ [Kr. AhausAhs Kr. SteinfurtStf Kr. TecklenburgTek Kr. MünsterMün Lhs], Klīje [Kr. AhausAhs Kos], Kleï(j)e [WMünsterl Kr. CoesfeldKos Kr. Recklinghausen u. die krfr. Städte Bottrop u. GladbeckRek Olp], Klāi(j)e (Kr. MindenMin Kr. Minden@HahlenHa), Kligge [Kr. TecklenburgTek Lippe Kr. BielefeldBie Kr. Recklinghausen u. die krfr. Städte Bottrop u. GladbeckRek die krfr. Städte Gelsenkirchen u. Wanne-EickelGel Kr. BeckumBek Kr. WiedenbrückWie Kr. HöxterHöx SWestf Kr. BürenBür Kr. WarburgWbg Wal], „Kliegge“ (≠ Kligge) [Kr. BeckumBek Lst], Kluige [Ravensbg Lippe], Klügge bzw. Klüjje [Det], Klögge (Kr. HöxterHöx Kr. Höxter@KollerbeckKb), „Kloie“ (Kr. HöxterHöx Kr. Höxter@LüchtringenLü), „Kleigge“ (Kr. WarburgWbg Kr. Warburg@RösebeckRö). — Sg. vielfach als ungebräuchlich markiert⟩ ¶ WWB-Source:238:RhWbRhWb 4,691: Kleie; WWB-Source:207:NdsWbNdsWb 7,336: Kleine¹, Klīe. Zus.:→ Weite~.
800 Zeichen · 17 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    KLÎEswf.

    Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke) · +3 Parallelbelege

    KLÎE , KLÎWE swf. kleie. ahd. chlîa, chlîwa Graff 4,541. furfur, cantabrum clîe sumerl. 49,67. 55,74. chlîwe das. 4,66. …

  2. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    klîef.

    Mittelniederdeutsches Wb. · +1 Parallelbeleg

    ~klîe, f. , Kleie als Hühnerfutter. —

  3. modern
    Dialekt
    Klīef.

    Westfälisches Wb.

    Klīe f. [verbr.] Kleie, bei der Getreideverarbeitung nach Absieben des Mehles zurückbleibende Rückstände (bes. Schalen- …

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit klie

75 Bildungen · 72 Erstglied · 3 Zweitglied · 0 Ableitungen

klie‑ als Erstglied (30 von 72)

Klīebad

WWB

klie·bad

Klīe-bad n. Kleienbad (volkstüml. Heilmittel gegen Ausschlag) ( Isl Ha).

Kliebaxt

BWB

Kliebaxt Band 1, Spalte 1,799

Kliebbock

BWB

Kliebbock Band 2, Spalte 2,1512

kliebe

DWB

kli·ebe

kliebe , s. klibe. zu klieben dagegen mhd. kliebe f. spalte MSH. 3, 229 a .

kliebeisen

DWB

klie·beisen

kliebeisen , n. bei den böttichern, ein messer zum klieben des holzes, spaltklinge. Frisch 1, 523 a . Adelung. s. klieber.

kliebelkleppel

DWB

kliebelkleppel , m. bei kohlenbrennern, ' ein grosz stücke holz, vermittelst dessen, indem es von dem qvendel an immer weiter fort gerücket …

klieben

DWB

klie·ben

klieben , findere, spalten, aber mit abweichungen in form und bedeutung. 1 1) klieben spalten, starkformig. 1@a a) mhd. klieben, praes. ich …

klieben

FWB

1. ›sich spalten, bersten, platzen (z. B. von Steinen); knallen (von der Peitsche); brechen (vom Herzen)‹; trans.: ›etw. spalten, auseinande…

Kliebenstein

RhWB

klieben·stein

Klieben-stein -īwəšdęn Saarbr m.: in der RA.: Es (z. B. ein Weg) is verschwunn wie Kl.s Acker.

klieber

DWB

klie·ber

klieber , m. holzspalter Stieler 968 , der kleiber ansetzt ( s. klieben 4, c ), nl. kliever Kil. bei Frisch 1, 523 a klüber ( s. klieben 2, …

kliebhacke

DWB

kliebhacke , kliebholz , s. sp. 1161.

kliebig

DWB

kliebig , 1 1) fissilis voc. th. 1482 q 8 a , nl. klievig Kilian, besonders von holze das sich gut spaltet Schm. 2, 352 . Adelung ; auch für…

kliebscheit

DWB

kliebscheit , n. eichener keil mit eisen beschlagen, zum holzspalten. Schmid schwäb. wb. 317 . vgl. kliebhacke sp. 1161.

Kliefholz

SHW

Klief-holz Band 3, Spalte 1419-1420

kliefen

SHW

kliefen Band 3, Spalte 1419-1420

Kliefoth

Meyers

Kliefoth , Theodor Friedrich Detlev , luther. Theolog, geb. 18. Jan. 1810 zu Körchow in Mecklenburg, gest. 26. Jan. 1895 in Schwerin, ward 1…

Klieke

RhWB

kli·eke

Klieke -īk Geld , Mörs ; -i- Mörs-Neuk Rumeln , Kemp-Hüls ; abseits -ē:- Altk-Bachenbg Wissen ( -kə ), Wittl-Cröv Reil ; -e- Altk-Michelb ; …

Klīekeªrf

WWB

Klīe-keªrf m.n. a) After eines Kalbes. — b) unreifer Jüngling; „armer Teufel“ ( Lst Rü).

klie als Zweitglied (3 von 3)

wētenklie

KöblerMnd

wētenklie , F. Vw.: s. wētenklīe*

Zitieren als…
APA
Cotta, M. (2026). „klie". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 9. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/klie/wwb
MLA
Cotta, Marcel. „klie". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/klie/wwb. Abgerufen 9. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „klie". lautwandel.de. Zugegriffen 9. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/klie/wwb.
BibTeX
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