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Klecks

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Campe
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10 in 9 Wb.
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Eintrag · Campe (1807–1813)

Klecks

Bd. 2, Sp. 951b
Klecks, des — es, Mz. die — e; Verkleinungsw. das Kleckchen, des — s, d. Mz. w. d. Ez. 1) Ein kleiner Theil einer mehr oder weniger flüssigen Masse, welcher von derselben abfällt oder von derselben abgesondert und an oder auf einen Körper geworfen wird, wobei in vielen Fällen ein dumpfer Schall gehört wird, wel= chen dieses Wort nachahmet; auch ein Klick. Ein Kleck Kalk, ein wenig mit Sand vermischter Kalk, wie der Maurer zwischen die Steine oder an die Wand wirft. Ein Kleck Lehm. Auch ein Stück weicher Butter, welches man z. B. aus einem Topfe sticht und auf oder in ein Geschirr thut, wird ein Kleck oder Klick Butter genannt. Der Kleck oder Klecks von einer Fliege, der Unrath derselben, den sie auf etwas fallen läßt. 2) Ein Flecken, welcher von einem solchen Theile einer weichen oder flüssigen Masse herrühret, besonders von der Tünche, von der Dinte und von Farben, in welcher Bedeutung es am gewöhnlichsten Klecks lautet. Einen Kleck oder Klecks machen. Uneigentlich heißt im gemeinen Leben, einem einen Kleck, einen Klecks oder ein Kleckschen anhängen, ihm etwas Nachtheiliges nachsagen. Die Tadelsucht hängt auch dem Besten Gemeiniglich ein Kleckschen an. Günther. I sofern ein Kleck etwas Fehlerhaftes bezeichnet, bedeutet Kleck uneigentlich bei den Tuchbereitern den Fehler, wenn die Schere das Haar beim Scheren nur zwischen die beiden Blätter quetscht, ohne es zu schneiden. I Schwaben lautet es Kletsch.
1431 Zeichen · 21 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    KlecksDer

    Campe (1807–1813) · +3 Parallelbelege

    Х Der Klecks , s. Kleck .

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Klecks

    Goethe-Wörterbuch

    Klecks DatSg -en 1 Tintenfleck [ von Reutern kunstreich gestaltetes Blatt mit Raum für Eintragung Goethes ] Wenn ich .. …

  3. modern
    Dialekt
    Klecksm.

    Mecklenburgisches Wb. · +3 Parallelbelege

    Klecks m. Klecks; Meister Klecks der Maler, Anstreicher Ma Wars ; Dim. Kleckschen Zier. Plaugf. 156. Kü. 2, 122.

  4. Spezial
    Klecks

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Klecks m. (-es,-e) 1 (Fleck) tacia (taces) f. , macia (maces) f. 2 (Tintenfleck) tolche (-chi) m. , terlech (-ec) m.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit klecks

11 Bildungen · 8 Erstglied · 1 Zweitglied · 2 Ableitungen

klecks‑ als Erstglied (8 von 8)

kleckseln

SHW

klecks-eln Band 3, Spalte 1389-1390

kleckschen

DWB

kleck·schen

kleckschen , n. demin. zu klecks, s. das vor.: die tadelsucht hängt auch dem besten gemeiniglich ein klecksgen an. Günther 217 ; als sucht i…

kleckschulden

DWB

kleck·schulden

kleckschulden , pl. f. kleine schulden, nl. kladschulden M. Kramer deutsch-holl. wb.; es kommt überein mit kläpperschulden, klitterschulden,…

klecksen

DWB

kleck·sen

klecksen , klexen , einen klecks oder kleckse machen, noch bei Steinbach , Frisch, Adelung nicht genannt. 1 1) eig., der unreinliche schüler…

kleckser

DWB

kleck·ser

kleckser , m. wie klecker: der wirth war ein kleckser und nannte sich einen mahler. Seume. vgl. dintenkleckser.

kleckserei

DWB

klecks·e·rei

kleckserei , f. wie kleckerei: man findet manche ( vasen ) die ganz vortrefflich bemalt sind, und andere mit ganz werthloser kleckserei. die…

klecksig

DWB

kleck·sig

klecksig , mit klecksen, voller kleckse: klecksig schreiben. Campe. vgl. kleckicht.

kleckstein

DWB

kleck·stein

kleckstein , m.? unter den Mercurskindern nennt Fischart in aller practik groszmutter auch brenneisenschneider, kleckstein, herr sternspiciu…

klecks als Zweitglied (1 von 1)

Tintenklêcks

Adelung

tinten·klecks

Der Tintenklêcks , des -es, plur. die -e, ein Klecks von Tinte, ein aus Versehen verschütteter Tropfen Tinte.

Ableitungen von klecks (2 von 2)

beklecksen

DWB

beklecksen , frequentativ des vorigen: narrenhände beklecksen alle wände. s. klecks und beklexen .

verklecksen

DWB

verklecksen , verb. verklecksend verschwenden: als meine groszmutter die Lise behext, da wollten die leute sie verbrennen, schon hatte der a…

Zitieren als…
APA
Cotta, M. (2026). „klecks". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 10. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/klecks/campe?formid=K02644
MLA
Cotta, Marcel. „klecks". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/klecks/campe?formid=K02644. Abgerufen 10. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „klecks". lautwandel.de. Zugegriffen 10. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/klecks/campe?formid=K02644.
BibTeX
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