Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
Kienspan
Kienspan
1Kien m. ‘Holzspan, Fackel’, ahd. kien ‘Kienspan, Fackel, Kiefer’ (8. Jh.), mhd. kien, mnd. kēn, mnl. nl. kien, aengl. cēn ‘Fackel aus harzreichem Nadelholz’ (im Ablaut zu aengl. cīnan ‘bersten, offenstehen’) gehört wie Keil und Keim (s. d.) zur Wurzel ie. *g̑ēi-, *g̑ī- ‘keimen, sich spalten, aufblühen’, bedeutet ursprünglich ‘das Abgespaltene’, der ‘(zum Leuchten geeignete harzreiche) Holzspan’ und wird zur Bezeichnung der vornehmlich als Leuchtmittel verwendeten Holzart. S. auch 2Kiefer. Kienapfel m. ‘Kiefernzapfen’, frühnhd. kienapfel, mnd. kēnappel. Kienspan m. ‘Scheit aus Kiefernholz’ (17. Jh.), eigentlich eine tautologische Bildung.