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Karausche

nhd. bis sprichw. · 10 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Meyers
Anchors
10 in 10 Wb.
Sprachstufen
4 von 16
Verweise rein
25
Verweise raus
6

Eintrag · Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

Karausche

Bd. 10, Sp. 615
Karausche (Carassius Nils.), Gattung aus der Ordnung der Edelfische und der Familie der Karpfen (Cyprinidae), karpfenähnliche, breite Fische mit endständigem Maul ohne Bartfäden, vier einreihig gestellten Schlundzähnen und rückwärts gesägtem Knochenstrahl in den Rücken- und Afterflossen. Die Seekarausche (Karutsche, Bauernkarpfen, Barutschel, Gareisl, C. vulgaris Nils., s. Tafel »Teichfischerei«, Fig. 8), bis 40 cm lang und über 1 kg schwer (die Teichkarausche meist nur 10–15 cm), mit sehr stumpfer, engmäuliger Schnauze, sehr breiter Stirn und schwach ausgeschnittener Schwanzflosse, dunkel messinggelb, auf dem Rücken stahlblaugrün, auf den Flossen mit rötlichem Anflug, aber in der Färbung sehr variierend, findet sich in ruhigen, sumpfigen Gewässern des Flachlandes von Mitteleuropa und Mittelasien, gelegentlich auch im Brackwasser, gedeiht auch noch in kleinen Tümpeln und Torflöchern, lebt meist am Grund und nährt sich von kleinen Tieren und verwesenden Pflanzenstoffen, laicht im Mai und Juni an seichten Stellen meist in kleinen Gesellschaften und vermehrt sich sehr stark. Das Weibchen legt bis 300,000 Eier. Durch die Kultur sind zahlreiche Abarten entstanden, von denen eine mit sehr gestrecktem Leib als Giebel (Stein-, Teichkarausche, C. Gibelio) beschrieben wurde; eine andere Varietät ist durchweg goldgelb (Goldkarausche, Goldkarpfen, Goldfisch). Auch erzeugt die K. regelmäßig Blendlinge mit dem Karpfen (Karausch-, Giebelkarpfen). Die K. eignet sich zur Zucht in moderigem Wasser und als Futter für Forellen. Besonders geschätzt ist sie in Rußland, wo sie alle Gewässer der Steppen bevölkert. Ihre Lebenszähigkeit gestattet, sie zu jeder Jahreszeit zu versenden. Zur Gattung K. gehört auch der Goldfisch (s. d.).
1754 Zeichen · 20 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Karausche

    Adelung (1793–1801) · +3 Parallelbelege

    Die Karausche , plur. die -n, ein Fisch in süßen Wassern, welcher nach dem Linnee zu den Karpfen gehöret; Carassius L. E…

  2. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Karausche

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +1 Parallelbeleg

    Karausche (Cyprinus carassius) , eine Karpfenart, ohne Bartfäden, oben dunkelgrün, an den Seiten gelb, 1' lang, sehr bre…

  3. modern
    Dialekt
    Karauschef.

    Pfälzisches Wb. · +2 Parallelbelege

    Karausche f. : ' der (karpfenartige) Fisch K. ', Karusche [ LU-Opp ], Karutsche [ LU-Friesh ]. Südhess. III 1116 ; Rhein…

  4. Sprichwörter
    Karausche

    Wander (Sprichwörter)

    Karausche Karauschen 1 mit Maibutter. ( Pommern. ) 1 ) Cyprinus carassius. – Ein sehr beliebtes Gericht. Als Redensart i…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit karausche

5 Bildungen · 2 Erstglied · 3 Zweitglied · 0 Ableitungen

karausche‑ als Erstglied (2 von 2)

karauschenkarpfen

DWB

karausche·n·karpfen

karauschenkarpfen , m. bastard von karausche und karpfen, man fängt sie zuweilen unter den karpfen. engl. bastard carp. Hübner handlungslex.…

karausche als Zweitglied (3 von 3)

seekarausche

DWB

see·karausche

seekarausche , f. 1 1) die gewöhnliche karausche, cyprinus carassius, die nur in stehenden gewässern, und zwar einigen seeen mit versumpften…

Strandkarausche

Adelung

strand·karausche

Die Strandkarausche , plur. die -n, ein den Karauschen ähnlicher Fisch, welcher in der Westsee an dem Dänischen Strande gefangen wird. Viell…