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Indianer

GWB bis sprichw. · 7 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Herder
Anchors
7 in 7 Wb.
Sprachstufen
4 von 16
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7
Verweise raus
4

Eintrag · Herder (Konv.-Lex., 1854–57)

Indianer

Bd. 3, Sp. 404
Indianer, gewöhnlich gebrauchter Name für die Ureinwohner Amerikas, die braunrothe Menschenrace; charakteristische Merkmale derselben sind: kupferbraune Farbe, schlichtes, schwarzes Haar, breites Gesicht, hinten eingedrückte Stirne; der Körperbau ist nicht besonders muskulös, dagegen bei stumpferem Gefühl für Ertragung von Beschwerden und Schmerzen sehr geeignet, die andern Sinne sind sehr scharf. Die I. sind wahrscheinlich indochines. Abkunft, doch ist diese Frage noch nicht entschieden (wie der gegenwärtig obschwebende Streit zwischen Rud. Wagner und K. Vogt beweist). Daß eine ältere untergegangene Cultur vorhanden war, ist durch Trümmer von Städten, Tempeln, Festungswerken etc. erwiesen. Zur Zeit der Entdeckung Amerikas durch die Europäer hatten die Mexikaner u. Peruaner jenen Grad der Cultur erreicht, der dem der alten Aegypter nahe kam. Die Zahl aller, von den Gestaden des nördl. Eismeers bis zum Feuerland, lebenden I. wird auf 10—15 Mill. berechnet; sie theilen sich in unzählige oft sehr kleine Stämme und Horden mit wenigstens 600 gänzlich verschiedenen, durchgehends sehr unausgebildeten Sprachen. Classificiren lassen sich Horden u. Sprachen einstweilen nicht, weil sie bisher zu wenig erforscht wurden. Der geringere Theil der I. lebt noch im Urzustande, besonders in den Wildnissen des trop. Südamerikas als Jäger und Fischer, in mörderischer Stammesfeindschaft. Die meisten Stämme haben durch den Verkehr mit den Europäern ihre Lebensweise vielfach geändert, z.B. Bewaffnung, Kleidung, Sitten; sie finden in der Berührung mit der angelsächs. Race durch Gewalt oder langsamen Druck ihren Untergang, wie dies nicht mehr bestritten werden kann. Dagegen haben die Spanier in ihren weiten Colonien die I. an sich gezogen, zum Christenthume bekehrt, ihnen ihren Grundbesitz gelassen, daher findet sich die Hauptmasse der I. in dem ehemals span. Amerika als die schlagendste Widerlegung der Anklagen, welche im vorigen Jahrh. von den sog. Philosophen und hierauf von Methodisten, Pietisten etc. gegen die span. Regierung u. die Missionsthätigkeit der Ordensgeistlichen erhoben wurden.
2105 Zeichen · 32 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Indianer

    Goethe-Wörterbuch

    Indianer 1 aus Indien Stammender; von einem vermeintlich tamilischen Gaukler u Schwertschlucker, im Wechsel mit ‘Indier’…

  2. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Indianer

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +1 Parallelbeleg

    Indianer , gewöhnlich gebrauchter Name für die Ureinwohner Amerikas, die braunrothe Menschenrace; charakteristische Merk…

  3. modern
    Dialekt
    Indianerm.

    Pfälzisches Wb. · +2 Parallelbelege

    Indianer m. : 1. 'Ureinwohner Amerikas', Indjaneʳ [mancherorts]. Unser Unkel war in Amerika, er verzählt als vun de I. […

  4. Sprichwörter
    Indianer

    Wander (Sprichwörter)

    Indianer Hilf mir den Indianer betrügen, und ich gebe dir die Hälfte. Zur Charakteristik des Verhaltens der Nordamerikan…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit indianer

23 Bildungen · 19 Erstglied · 4 Zweitglied · 0 Ableitungen

Ableitung von indianer 2 Analysen

india + -ner

indianer leitet sich vom Lemma india ab mit Suffix -ner.

Alternativen: indian+-er

Zerlegung von indianer 2 Komponenten

indi+aner

indianer setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

indianer‑ als Erstglied (19 von 19)

Indianerarbeit

Wander

indianer·arbeit

Indianerarbeit Das ist Indianerarbeit. Diese Redensart ist in Peru entstanden, wo sie angewandt wird, wenn jemand ungewöhnlich langsam arbei…

Indianerbrāteⁿ

Idiotikon

Indianerbrāteⁿ Band 5, Spalte 873 Indianerbrāteⁿ 5,873

Indianerchens

PfWB

Indianerchens n. : ein Kinderspiel. Die Kinner spielen Indjaneʳches [mancherorts]. SHW Südhess. III 899 .

Indianerg(e)wändli

Idiotikon

Indianerg(e)wändli Band 16, Spalte 383 Indianerg(e)wändli 16,383 A

Indianergebiet

Herder

indianer·gebiet

Indianergebiet (Indian territory) , ein 8000 QM. großer Landstrich in der nordamerik. Union zwischen den Staaten Missouri, Arkansas, Texas, …

Indianersommer

Meyers

indianer·sommer

Indianersommer (engl. Indian summer ), in Nordamerika eine kurze Periode sehr milden, trocknen Herbstwetters mit rauchiger Atmosphäre (unser…

Indianerterritorium

Meyers

indianer·territorium

Indianerterritorium ( Indian Territory ), Gebiet der nordamerikan. Union (s. Karte »Vereinigte Staaten«), im W. des Mississippi, zwischen 33…

indianer als Zweitglied (4 von 4)

Plattfußindianer

PfWB

plattfuss·indianer

Plattfuß-indianer m. : ' wer Plattfüße hat ', Schimpfwort, auch auf Menschen, die keine Plattfüße haben [Kaislt LA-Wollmh ].

steppenindianer

DWB

steppen·indianer

steppenindianer , m. : im gegensatz zu dem gaucho ... reitet der nordamerikanische steppenindianer meist sporenlos Ratzel völkerkde 2, 603 .…

westindianer

DWB

west·indianer

westindianer , m. , einwohner Westindiens ( vgl. Westindier): wie bey denen Westindianern etliche höltzer flammen geben, wenn man sie mit gr…