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Impfen

ahd. bis spez. · 16 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Adelung
Anchors
16 in 16 Wb.
Sprachstufen
7 von 16
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Eintrag · Adelung (1793–1801)

Impfen

Bd. 2, Sp. 1366
Impfen, verb. reg. act. den Zweig eines Baumes zur Fortpflanzung in die Rinde oder den Stamm eines andern befestigen, damit er mit ihm zusammen wachse. Kirschen auf wilde Stämme, Äpfel auf Birnstämme impfen. In den Spalt impfen, wenn das Reis ein einen Spalt, welcher in den oben abgeschnittenen jungen Stamm gemacht worden, gesetzet wird. In die Rinde impfen, wenn es in die gespaltene Rinde gesetzet wird. In den Kerb impfen, wenn es in eine Kerbe gesetzet wird, welche man in einen alten Stamm gehauen hat. Auch Krankheiten impfet man ein, wenn man sie durch Versetzung der Krankheits-Materie in den Körper fortpflanzt. Es ist im Oberdeutschen am üblichsten; im Hochdeutschen gebraucht man dafür pfropfen und in andern Gegenden pelzen. Aus dem Folgenden wird erhellen, daß es eigentlich die Fortpflanzung vermittelst eines Reises, nicht aber vermittelst eines Auges, wie Gottsched will, bedeutet, und daher von äugeln, oculiren, genau zu reden, noch verschieden ist. S. Einimpfen. Anm. Bey dem Notker impiton, inserere, in Boxhorns Glossen kimpitota, inseruit, im Schwabenspiegel ympfen, ehedem auch impten, empten, im Angels. impan, im Engl. to imp, im Schwed. ympa. Schon in dem Salischen Gesetze ist Impotus ein Pfropfreis, nicht, wie Eckard will, von dem Lat. Impositus, sondern von in und dem Holländ. Poote, Pote, Nieders. Pate, ein Propfreis, eine Pflanze, ein junger Baum, Griech. φυτον, daher inpaten im Nieders. einpflanzen, Griech. εμφυτευειν, bedeutet, woraus das Oberdeutsche impfen in engerer Bedeutung entlehnet zu seyn scheinet. Das mittlere Latein. entare, Franz. enter, impfen, stammen gleichfalls daher, so wie das Engl. Impes, Imp, ein Pfropfreis, Wallis. Imp,n. Impe, Ympe, daraus verkürzet worden. Auf ähnliche Art sagen die Niedersachsen für impfen risen, von Ris, ein Reis, Pfropfreis.
1818 Zeichen · 32 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 8.–11. Jh.
    Althochdeutsch
    impfenmhd. sw. v.

    Althochdeutsches Wörterbuch · +1 Parallelbeleg

    impfen mhd. sw. v. , nhd. dial. schweiz. impfen Schweiz. Id. 1,241, schwäb. impfe n Fischer 4,28 f., nhd. impfen ( in sp…

  2. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    impfensw. V.

    Köbler Mhd. Wörterbuch · +1 Parallelbeleg

    impfen , sw. V. nhd. impfen, pfropfen, pflanzen ÜG.: lat. (consitus) Gl Q.: Gl (2. Hälfte 12. Jh.) E.: ahd. impfōn* 2, i…

  3. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Impfen

    Adelung (1793–1801) · +3 Parallelbelege

    Impfen , verb. reg. act. den Zweig eines Baumes zur Fortpflanzung in die Rinde oder den Stamm eines andern befestigen, d…

  4. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    impfen

    Goethe-Wörterbuch

    impfen [ Pockenimpfung, von deutschen Ärzten noch gescheut ] Engländer kamen .. auf’s feste Land und impften, gegen ein …

  5. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Impfen

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57)

    Impfen , bei Pflanzen so viel als pfropfen oder oculiren; in der Medicin die künstliche Uebertragung einer Krankheit von…

  6. modern
    Dialekt
    impfen

    Elsässisches Wb. · +3 Parallelbelege

    impfe n [ìmpfə Mü. ] oculierén. Schweiz. 1, 241. †

  7. Spezial
    impfen

    Deutsch-Ladinisch (Mischí) · +1 Parallelbeleg

    imp|fen vb.tr. ‹med› vaziné (-nëia), fá la variora, incalmé (-mëia). ▬ sich vor einer Reise nach Afrika impfen lassen se…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit impfen

43 Bildungen · 0 Erstglied · 42 Zweitglied · 1 Ableitungen

impfen als Zweitglied (30 von 42)

abe schimpfen

MWB

abe schimpfen swV. ‘scherzhaft ablocken’? waz ist daz liehte, daz lûzet hervür / ûz dem jungen, grüenen gras, als ob ez smiere, / und es uns…

Anschimpfen

Campe

≠ Anschimpfen , v. trs. mit Schimpfworten anreden. Z. Das Anschimpfen. Die Anschimpfung.

ausschimpfen

DWB

aus·schimpfen

ausschimpfen , probris afficere: er hat ihn tüchtig ausgeschimpft. auch wol desinere proscindere: hast du endlich ausgeschimpft?

b(e)schimpfen

Idiotikon

b(e)schimpfen Band 8, Spalte 790 b(e)schimpfen 8,790

begelimpfen

MWB

begel·impfen

begelimpfen swV. ‘angemessen (hier: gleich) behandeln’ darnach der dritte beschimpfit / ouch wart unde sus beglimpfit [genauso wie vorher di…

beglimpfen

DWB

beg·limpfen

beglimpfen , commode tractare, glimpflich behandeln, beschönigen, nnl. beglimpen: wenn sie gleich keinen liebhaber erhören, so ist es schon …

berimpfen

Lexer

ber·impfen

be-rimpfen , berinpfen stv. I, 3. BMZ trans. zu etw. die stirne runzeln Ms. ; — mich berimpfet ein dinc ( Mart. 164,7 ) oder ich berimpfe mi…

beschimpfen

DWB

beschimpfen , contumelia, ignominia afficere, nnl. beschimpen, einen schimpf anthun, mehr als beleidigen, kränken, bespotten, weniger als en…

bewimpfen

Lexer

be-wimpfen swv. verhüllen. die rede bewimpfen Hans 4194 ; vgl. bewimpeln im Dwb. 1,1785.

firskimpfen

KöblerAhd

fir·skimpfen

firskimpfen , sw. V. (1a) nhd. „verschimpfen“, verhöhnen, verachten, verschmähen ne. mock (V.), despise ÜG.: lat. despicere Gl Q.: Gl (12. J…

geschimpfen

Lexer

ge-schimpfen swv. BMZ scherzen Reinh.

glimpfen

DWB

glimpfen , vb. herkunft und form. man hat zwischen einem starken verbum und einem denominativum zu glimpf, adj. oder m., zu unterscheiden, s…

grimpfen

KöblerMhd

grimpfen , st. V. Vw.: s. krimpfen

herschimpfen

KöblerMhd

hersch·impfen

herschimpfen , sw. V. nhd. „herschimpfen“ Q.: HTrist (1285-1290) (FB her schimphen) E.: s. her, schimpfen W.: nhd. DW-

klimpfen

DWB

klimpfen , s. klimmen III, 1, b.

krimpfen

DWB

krimpfen , ein altes starkes verbum, das nhd. nur noch in trümmern aufzuweisen, während es nd. nl. noch ziemlich wol erhalten ist in krimpen…

leckerschimpfen

KöblerMhd

lecker·schimpfen

leckerschimpfen , st. N. nhd. „Leckerschimpfen“ Q.: Renner (1290-1300) E.: s. lecker (1), schimpfen W.: nhd. DW- L.: MHDBDB (leckerschimpfen…

nasrimpfen

KöblerMhd

nas·rimpfen

nasrimpfen , st. V. nhd. aussöhnen E.: s. nase, nasenrimpfen W.: nhd. naserümpfen, V., naserümpfen, DW 13, 414 L.: Lexer 149a (nasrimphen)

pfimpfen

KöblerMhd

pfimpfen , sw. V. nhd. vor Hitze dampfen Q.: Minneb (um 1340) (FB phimpfen) E.: Herkunft ungeklärt? W.: nhd. DW- L.: Lexer 436b (pfimpfen)

phimpfen

KöblerMhd

phimpfen , sw. V. Vw.: s. pfimpfen

schimpfen

DWB

sch·impfen

schimpfen , verb. iocari, illudere, dehonestare, maledicere. mhd. schimphen, schimpfen, ahd. scimphan Graff 6, 497 ; mnd. schimpen, schempen…

schrimpfen

DWB

sch·rimpfen

schrimpfen , verb. zusammenziehen, in falten oder runzeln legen; nur mhd. und älter nhd. bezeugtes verbum, das mitteldeutsch auch als schrim…

skimpfen

KöblerAhd

skimpfen , sw. V. (1a) nhd. verhöhnen, höhnen, verlachen, necken, spotten, verspotten ne. mock (V.) ÜG.: lat. deridere T, illudere Gl, T Vw.…

stimpfen

DWB

stimpfen , vb. , s. 2 stumpfen. —

vergelimpfen

KöblerMhd

verge·limpfen

vergelimpfen , st. N. nhd. Verunglimpfung, Verunglimpfen Q.: BDan (um 1331) (FB vergelimpfen) E.: s. ver…, gelimpfen W.: nhd. DW- L.: Lexer …

Ableitungen von impfen (1 von 1)

verimpfen

DWB

verimpfen , verb. impfend verbrauchen: die vorräthige lymphe verimpfen, durch impfung übertragen, dann überhaupt übertragen: seinen hasz auf…