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ienen

mhd. bis Dial. · 3 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

DWB
Anchors
3 in 3 Wb.
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

ienen

Bd. 10, Sp. 2043
ienen, ienent, in alemannischen quellen derselben bedeutung wie das vorige iendert, und vielleicht eine andere verstümmelung des beiden zu grunde liegenden mhd. iener, vielleicht aber auch eine andere bildung, zusammengezogen aus einem freilich nur vorausgesetzten, nicht zu belegenden ahd. êo in êwun irgend in der welt oder in der zeit. ein schon mhd. ienen wird bewiesen durch die negation nienen, nienent (Lexer wb. 2, 77), die als niene, nienen noch heute schweizerisch ist (Stalder 2, 237. Tobler 333b). für das gewöhnliche ienen wird auch nur iena gewährt: nun was der Tell gar ein guotter schütz, als man inn im lande yena finden möchte. Etterlin in Wackern. leseb. 3, 1, 70. ienen steht 11) local, irgendwo: losa, losa ho, sind yenen menschen vorhanden, die kömmind har zuo mir. Diogenes (1550) C vb; kömmind alle die anfechtungen die yenen sind, so mag sy der wys man mit vernunft dämmen und überwinden. Db; yenen, etwan an einem ort, uspiam, usquam Maaler 569d; lieber geschauw die farb seines angesichts, zeiget sy yenen ein zeichen der scham? das.; (die mäuse machen löcher) in der stuben, küche, .. und anderen orten, wo sy yenen proviant wüssend. Forer thierb. 108a; ein guot vernunftig, witzig, man desz glich man nit möcht yenen han in aller welt, als Socrates. Brant narrensch. 112, 2; Iphis. hast du ein wund am leibe ienen? Jephthes. nienen. Jephthes (Straszburg bei Rihel) Da. 22) temporal, irgend, irgendwann: wer hat dich yenen übertroffen, quis homo te exuperavit unquam gentium? Maaler 509d. 33) modal, irgend, irgendwie: wo es yenen müglich ist, si ullo modo est ut possit. ebend.; so yenen einem etwas durch betrug und list entraubet und entzogen wirdt. Forer thierb. 164b; kein gröszern zorn man yenant spürt, dann so ein wibsbild zornig würt. Brant narrensch. 64, 45; und helfent, wo ir konnent ienen. fastn. sp. 832, 32; ob jenen eyr (einer) vom bundtschuo wär, dem do für käm disz schlecht gedicht, bit ich er wels verachten nicht. P. Gengenbach 28, 182; ob ich mög yenen in guottem das umb dich verdienen. Daniel (1545) Db.
2093 Zeichen · 38 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    ienenAdv.

    Mittelhochdeutsches Wb. (MWB)

    ienen Adv. häufig auch i(e)nder, i(e)ndert; selten ienert ( KvHelmsd 3134; StRNördl 21,32 ), ienden ( StrKD 38,75 ), ien…

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    ienen

    Grimm (DWB, 1854–1961)

    ienen , ienent , in alemannischen quellen derselben bedeutung wie das vorige iendert, und vielleicht eine andere verstüm…

  3. modern
    Dialekt
    ienen

    Schweizerisches Idiotikon

    ienen Band 1, Spalte 296 ienen 1,296

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit ienen

142 Bildungen · 0 Erstglied · 142 Zweitglied · 0 Ableitungen

ienen als Zweitglied (30 von 142)

*lōnverdienen

KöblerMhd

*lōnverdienen , V. nhd. „lohnverdienen“ Hw.: s. lōnverdienende E.: s. lōn, verdienen W.: nhd. DW-

a(n)dienen

Idiotikon

a(n)dienen Band 13, Spalte 163 a(n)dienen 13,163

a(n)heimbdienen

Idiotikon

a(n)heimbdienen Band 13, Spalte 181 a(n)heimbdienen 13,181

abdienen

DWB

abdie·nen

abdienen , merere, mit dienst bezahlen, abverdienen. eine schuld abdienen. das wird ihm schwer abzudienen. An den höfen auch im gegensatz zu…

abe dienen

MWB

abe dienen swV. refl., ‘sich freidienen durch Erträge’ (vgl. HRG 3, 1119-1126, Artikel Nutzpfand): setzet ain man [...] ain erbguet [...] un…

abe verdienen

MWB

abe verdienen swV. ‘etw. (Schaden) durch Dienstleistungen abgelten, wiedergutmachen’ daz wir vnd vnser eriben in vnd irm goteshause wollen a…

abeverdienen

KöblerMhd

abe·verdienen

abeverdienen , sw. V. nhd. „abverdienen“, durch Dienstleistungen abgelten, wiedergutmachen Hw.: vgl. mnd. afvördēnen* Q.: Urk (1290) E.: s. …

abgedienen

DRW

abgedienen I reflexiv: sich durch Erträge freidienen swenn die zölle sich abgedienen der summe, darumb si ... versetzet sint 1317 MGConst. V…

abschienen

DWB

abschienen , im bergbau, eine grube mit schienen abziehen, abmessen; sonst auch die schienen abnehmen.

abverdienen

DWB

abverdienen , demerere: sie wollen damit gott seine gnade abverdienen. Luther 3, 400 . br. 2, 343; das ihr ihn abverdienet gelt. Ayrer 379 b…

Achsenschienen

RhWBN

achsen·schienen

Achsen-schienen āsši˙n.ən Malm-Herresb Pl.: eiserne Stangen, in die hölzerne Achse der Karren u. Wagen eingelegt sind, zur Versteifung.

aftiᵉnen

WWB

aft·ienen

af-tiᵉnen V. entlocken, (mit List) entziehen ( Kr. Halle Hal Bh).

afwiᵉnen

WWB

af-wiᵉnen V. [verstr.] 1.1. jmdm. eine (schlechte) Gewohnheit aberziehen. Dat maut me eäm afgewüen’n ( die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Ra…

andienen

DWB

andi·enen

andienen , inservire, nnl. aandienen, in der geschäftssprache: ich kann damit andienen; wer mit weiter nichts als einem solchen formularurth…

ane verdienen

MWB

ane verdienen swV. ‘etw. von jmdm. (durch Dienst) erlangen’ [er] dienet wiben uf den wan, / ob sin lip ir einer kan / verdienen an ir minne …

aneferdienen

KöblerMhd

aneferdienen , sw. V. Vw.: s. aneverdienen

anferdienen

KöblerMhd

anferdienen , sw. V. Vw.: s. aneverdienen

angienen

DWB

ang·ienen

angienen , inhiare, ahd. anaginên ( Graff 4, 106 ), an, gegen einen gähnen ( s. DWB angähnen ), mhd. der tievel ginete an daʒ fleisc ( Ben. …

ANGRIENEN

DWB2

ang·rienen

DWB2 ANGRIENEN vb. DWB2 jmdn. grinsend anlächeln: DWB2 1808 (die einwohner von Meppel) grienten uns an .., kicherten Niebuhr nachgelass. sch…

anschienen

DWB

anschienen , laminam imponere, addere: die achsen anschienen. wird von J. Paul allzuoft figürlich angewandt: so geben und schienen die Franz…

ansliᵉnen

WWB

ans·lienen

an-sliᵉnen V. sich anlehnen (Frbg.) ( die krfr. Stadt Hagen Hag Hg).

anverdienen

KöblerMhd

anverdienen , sw. V. Vw.: s. aneverdienen

anwiᵉnen

WWB

an-wiᵉnen V. [verstr.] 1. jmdm. eine Gewohnheit anerziehen. Dat draf me de Blāgen nit angewüen’n ( die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel…

aufdienen

DWB

auf·dienen

aufdienen , ministrare, praesto esse, aufwarten, nnl. opdienen, gleichsam auf den tisch dienen, die speisen auftragen, gegensatz von DWB abd…

aufgienen

DWB

auf·gienen

aufgienen , pandere os, guttur, aufsperren, aufgähnen. gilt zumal von jungen vögeln, die weit aufginen und vil begern; den kopf hat er also …