Eintrag · Etymologisches Wb. des Ahd. (EWA)
humbal
10. Jh.:
‚Hummel, große Biene, Drohne; at-〈Var.: hūpal
tacus, fucus, oestrus, tallina‘
(Clm. 19451, 11. Jh.), humel, -iu-, -uo-; -nb-,
-mm-; -il, -el〉. Belege für die Assimilation
von -mb- zu -mm- kommen ab dem 12. Jh.
vor (vorwiegend in bair. oder frk. Gl. zum
SH). – Mhd. humbel, hummel st. m.
‚Hum-, nhd. Hummel f.
mel‘
‚größere, pelzig be-. Der hochsprachliche Ge-
haarte Bienenart‘
nuswechsel (seit der 2. Hälfte des 17. Jh.s)
zum F. ist auch in anderen Wörtern auf -el
(-er, -en) zu beobachten (vgl. ahd. mistil m.,
nhd. Mistel f.; Paul [1916–1920] 1968: 2,
102), vielleicht hat auch f. Biene eine Rolle
gespielt. Dial. kommt das Subst. noch in an-
deren Bedeutungen vor: schwäb., pfälz.,
südhess. hummel m.
‚Zuchtstier‘und als
Pflanzenbezeichnung: schwäb.
‚Günsel; Aju-, in der Wendung
ga reptans ‚, Linaria vulgaris‘, els. ‚Bienen-
saug, Lamium album‘
Hummeln haben osächs., brandenb.-berlin.
‚aufgeregt, nervös sein, keine Ruhe haben‘,
schles.
‚launisch sein‘.