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hüpen

mnd. bis Dial. · 5 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

MeckWB
Anchors
7 in 5 Wb.
Sprachstufen
2 von 16
Verweise rein
17
Verweise raus
7

Eintrag · Mecklenburgisches Wb.

hüpen refl.

Bd. 3, Sp. 883
Wossidia hüpen häufen: Ketüffel hüpen die Kartoffelreihen behäufeln, an beiden Seiten der Reihe die Erde aufhöhen allgem.; sei hett ehr Tüffeln nich hackt oder hüüpt Wa; auch Kohlu. a. Gemüsepflanzen; selten für Heu höpen in Haufen setzen; den Schäpel hüpen einen Haufen drauf stehen lassen: för denn' Arbeiter hüp (Prät.) he den Schäpel Schö; gewöhnlich in der Partizipialform: den Schäpel hüpen (aus hüpend) mäten; hüpen Schäpel Bri. 5, 66, die allgem. gebräuchliche Bezeichnung, auch hüpen Mat; die ältere Form noch in hüpend Mat Bri. 5, 116; 'n halben hüpen Schäpel auf dem nur die eine Hälfte mit dem Strikholt abgestrichen ist Sta Stargard@NeubrandenburgNBrand; selten 'n hüüpt Schäpel; Gegensatz: sträken Schäpel, Mat, glatten, sleeken Schäpel; die Döschers erhielten in Ro@ und Wi@ den 13. Lohnschäpel Korn, wenn er gestrichen, den 17., wenn er gehäuft gegeben wurde; von Hafer und Sommerkorn gab es in der Regel hüpen Mat, bei Gerste wechselte man oder gab jedesmal halwen Hupen; gegen das Übermaß (s. Oewermat) beim Verkauf wenden sich Verordnungen, z. B.: 'beym HaberVerkauf ein Scheffel gleich andern gestrichen, und der andere, so viel darauf liegen kann, doch ohne vorhero einen Rand zu machen, gehäufet, der Rocken, Gersten, Weizen, Erbsen, Wicken und Buchweizen aber von dem Verkäufer glatt abgestrichen und dem Käufer ohne Übermaaße zugemessen werden' (1757) Bär. Ges. 4, 1, 622; 2, 1, 609 s. Hüpmat; 1662 hat der Pastor vom Hofe zu Gorschendorf (Ma@) 6 Scheffel gehäuft oder 8 gestrichene Scheffel Meßkorn zu fordern Arch. Landesk. 11, 279; für den Braunschweiger Himpten sollen 1678 sechs Rostocker Roggenscheffel, drei gehäuft und drei abgestrichen, gerechnet werden; selten von der Metze: 'wegen 3 geheuffter matten' (Wi 1672) Hans. Geschbl. 21, 221; sonst: hüpen Tellers Tarn. Burrk. 3, 59; geläufig hüpen vull; refl.: 'dewyle ock hyr in der Stadt eine grote unordeninge mit den Messhopen sick van dage tho dage hupet' (1572) Ro Ratsarchiv. Zss.: be-, œwer-, verhüpen. — Mnd. hpen. — Br. Wb. 2, 655; Dä. 196b; Kü. 1, 778; Me. 2, 971.
2033 Zeichen · 33 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    hü̑penn.

    Mittelniederdeutsches Wb. · +1 Parallelbeleg

    * hü̑pen, n. , Anhäufung, große Menge (SL).

  2. modern
    Dialekt
    hüpenrefl.

    Mecklenburgisches Wb. · +4 Parallelbelege

    hüpen häufen: Ketüffel hüpen die Kartoffelreihen behäufeln, an beiden Seiten der Reihe die Erde aufhöhen allgem.; sei he…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit huepen

15 Bildungen · 12 Erstglied · 1 Zweitglied · 2 Ableitungen

Zerlegung von huepen 2 Komponenten

hue+pen

huepen setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

huepen‑ als Erstglied (12 von 12)

hǖpende

WWB

huep·ende

hǖpende Adj. [verstr.] 1. gehäuft, gestrichen. Inner Mühle mott huipend miärten weren ( Lst Rü ). En hǖp’m Täller vull ( Dor Wl ). — 2. In V…

hǖpendig

WWB

huep·endig

hǖpendig Adj. [ Sos Isl KSauerl Alt] 1. gehäuft, gestrichen. En huüpenigen Teller vull ( Isl Is ). — 2. In Vbdg. mit ful : gehäuft voll, ges…

Hüpenmächer

RhWB

Hüpen-mächer hȳp- Bo-Endenich m.: ein Bauer, der viel Jauche fährt oder braucht.

hüpenvoll

RhWB

huepen·voll

hüpen-voll hȳpə-  NBerg (s. Hüpe); -ȳə- SNfrk [ hȳəp- MGladb-Rheind , Kref-Fischeln Linn , Kemp-Stdt , Geld-Wachtendonk ; -ūə- u. opγəhȳə…

huepen als Zweitglied (1 von 1)

uphü̂pen

MNWB

uphü̂pen , ° uphü̂penen (Thikötter Zünfte 167), swv. : (Gefäße mit pulvrigen Stoffen) bis über den Rand füllen, „ en olt recht si, dat se sc…

Ableitungen von huepen (2 von 2)

behǖpen

WWB

be-hǖpen V. [ Det Mes Alt] anhäufeln (Frbg.).

verhüpen

MeckWB

verhüpen a. Spr. anhäufen: 'alse denn ... etlike Fruwen mit untydiger arbeidt ... ere smerte smertliken vorhpen' Gry. Lb. 3, N 2 a ; Wed. C…