Eintrag · Mittelhochdeutsches Wb. (MWB)
hoveman stM.
2 Angehöriger einer adeligen Hofhaltung (vom Bedienten bis zum adeligen Lehnsmann)
1 Angehöriger einer Grundherrschaft (zu den unterschiedlichen rechtl. Status vom Besitzer bis zum Hörigen vgl. DRW 5,1277f. s.v. Hofleute und 1281f. s.v. Hofmann): die klôster vrowen haten einen hofeman ûf deme lande HvFritzlHl 76,26; ez sol ouch vnser vorgenannte hof gar entlediget sin der gúlte [...], die Winther, etschwenne unser houeman, koufte UrkCorp (WMU) 1480,17; he sal och gebi dis richis hovimanni zueni phennigi Mühlh 163,3. – als Bestandteil von Personennamen: Heinrich der houeman von Bernheim UrkCorp (WMU) 1121,38; hubarius noster nomine hoveman DRW 5,1282 (PassauTrad. 303; 13. Jh.) 2 Angehöriger einer adeligen Hofhaltung (vom Bedienten bis zum adeligen Lehnsmann): nu warte sprach sie wie genir houe man / din vedir spil irzogen hat Roth 1175; als was der guote Tristan sider / ein lieber hoveman under in. / künec unde gesinde hæten in / in guoter geselleschaft Tr 3487. 3452; ob einer kan ein künstelîn, / der wil zehant ein hoveman sîn KLD: Alex 2:15,5; da fur der werde hoveman / der edel grave Panian Elis 7095; wilt dû dich [...] gelîchen / dem wol gebornen hovemann Helmbr 339; noch gerner bin ich ein gebûr / danne ein armer hovemann ebd. 1107
MWB 2 1739,32; Bearbeiter: Diehl