Eintrag · Etymologisches Wb. des Ahd. (EWA)
hirsi
‚Echte Hirse, Hirse, Hirseschrot; milium‘(Pa-
nicum miliaceum L.) 〈Var.: -e-, -y-; -z(-); -e〉.
– hirsoAWB m. n-St., nur in Gl. 1,606,38 (Clm.
22201, 12. Jh.) und 3,614,31 (Clm. 14689, der
Codex stammt der Schrift nach aus der 1.
Hälfte des 12. Jh.s, die Zeit des Gl.eintrags ist
unbekannt):
‚Echte Hirse; milium‘. – Der An-
satz eines st. m. hirs (so Ahd. Wb. 4, 1138;
Starck-Wells 278) erübrigt sich: der Nom.Sg.
hirz (Gl. 3,11,36; Clm. 23796) kommt erst in
einer Hs. aus dem 15. Jh. vor, und der Dat.Sg.
hirsa (Gl. 2,720,51; Ende des 10., spätestens
Anfang des 11. Jh.s) ist eine Variante zu regu-
lärem hirse (vgl. Braune-Reiffenstein 2004:
§ 98 Anm. 2). – Mhd. hirse st.sw. m., hirs
st. m.
‚Hirse‘, nhd. Hirse f.
‚kleinkörnige Ge-(mit ana-
treideart mit ährenähnlicher Rispe‘
logischem Übertritt ins f. Genus aufgrund des
ausl. -e; vgl. nhd. Imme f. : mhd. imbe, imme
m.; Dam 1937 ff.: 2, 160, 176), mdartl. teils
mit Erhalt des m. Genus: schweiz., kärnt.,
steir., tirol., els., schwäb., bair. m., pfälz., thür.
m. und f.; mdartl. auch mit /š/: schweiz.,
kärnt., steir., els., bad., schwäb. hirsch, tirol.,
dt.-lothr. hirsche, thür. hirsch(e), pfälz., bran-
denb. hersche.