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Grundbesitz

nhd. bis spez. · 6 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Pfeifer_etym
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Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

Grundbesitz

Grundbesitz

Grund m. ‘unterste Fläche, Erdboden, Bodenvertiefung, Tiefe und Boden eines Gewässers, eines Gefäßes, Fundament, Grundlage, das innerste, tiefste Wesen, Ursache, Veranlassung’, ahd. grunt (8. Jh.), mhd. mnd. grunt, asächs. grund, nl. grond, aengl. grund, engl. ground, anord. grunnr m. ‘Grund, Boden’, grund f. ‘Feld, Erde’, schwed. dän. grund, got. *grundus (in grunduwaddjus ‘Grundmauer’). Unter Annahme einer (nicht belegbaren) ursprünglichen Bedeutung ‘körniger Boden, Sandboden’ kann für germ. *grundu- über ‘Zerriebenes’ ein Anschluß an ie. *ghren-, Erweiterung der Wurzel ie. *gher- ‘hart worüber streichen, zerreiben’, hergestellt werden. Dabei ergibt sich über die dentale Erweiterung ie. *ghrendh- Verwandtschaft mit Grind (s. d.). – gründen Vb. ‘die Grundlage schaffen, den Grundstein legen, ins Leben rufen, auf etw. basieren, aufbauen’, ahd. grunten ‘ergründen, erforschen’ (um 1000), mhd. gründen; Gründer m. ‘Erbauer, Urheber, Begründer’ (17. Jh.); Gründerjahre (Plur.) und Gründerzeit f. ‘Zeit wirtschaftlichen Aufschwungs in Deutschland nach 1871’ (19. Jh.). begründen Vb. ‘Gründe angeben, den Grund legen, neu schaffen’, mhd. begründen; Begründer m. (Anfang 19. Jh.). ergründen Vb. ‘einer Sache auf den Grund gehen, sie erforschen’, ahd. irgrunten (um 1000), mhd. ergründen. Nur vereinzelt 1gründeln Vb. ‘nach dem Grund, nach der Ursache suchen’ (16. Jh.). grundieren Vb. ‘nach dem Grund, nach der Ursache suchen’ (16. Jh.). ‘die Grundfarbe, den ersten Anstrich auftragen’ (2. Hälfte 18. Jh.), in formaler Anlehnung an ältere maltechnische Begriffe wie schattieren, lackieren, schraffieren (s. d.). gründlich Adj. ‘allem auf den Grund gehend, sorgfältig, gewissenhaft, genau’, ahd. gruntlīhho Adv. (9. Jh.), mhd. grüntlich, gruntlich; Gründlichkeit f. ‘Genauigkeit, Gewissenhaftigkeit’, allgemein seit Anfang des 18. Jhs., vereinzelt bereits im Sinne von ‘Seelen-, Herzenstiefe’ in der deutschen Mystik (14. Jh.). Grundbesitz m., Grundbesitzer m. (beide 18. Jh.). Grundlage f. ‘Unterlage, Basis, Fundament’ (Ende 16. Jh.). grundlos Adj. ‘ohne Grund und Boden, sehr tief, ohne Ursache, unbegründet’, mhd. gruntlōs, grundelōs; vgl. ahd. gruntlōsī ‘bodenlose Tiefe, Abgrund’ (8. Jh.). Grundriß m. ‘senkrechte Projektion eines Körpers auf eine waagerechte Ebene, maßstabgerechter Übersichtsplan’ (1. Hälfte 17. Jh.), älter (vereinzelt) ‘Grundlage’ (16. Jh.). Grundsatz m. ‘feste Regel, Richtlinie des Denkens und Handelns’ (17. Jh.); grundsätzlich Adj. (16. Jh.; allgemein verbreitet erst um 1800). Grundstück n. ‘abgegrenztes, als jmds. Besitz ausgewiesenes Stück Land’ (16. Jh.). Grundel, Gründel m. f., Name einiger auf dem Grund eines Gewässers lebender Fische, ahd. gruntila, grundila (Hs. 12. Jh.), mhd. grundel, mnd. grundel(e), mnl. grondel(e), nl. grondel, aengl. gryndle. Auch Gründling m., mnd. grundelingk, frühnhd. grundeling (15. Jh.) und Grundfisch m., spätmhd. gruntvisch. 2gründeln Vb. (von Wasservögeln) mit Kopf und Hals zur Nahrungssuche unter Wasser (gleichsam auf den Grund) tauchen (19. Jh.).
3029 Zeichen · 132 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    grundbesitzm.

    Grimm (DWB, 1854–1961) · +2 Parallelbelege

    grundbesitz , m. , jüngere bildung, die noch Heinsius fehlt, der aber grundbesitzer kennt; anscheinend im anschlusz dara…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Grundbesitz

    Goethe-Wörterbuch

    Grundbesitz einmal Bindestrichschr a Eigentum üb Grund u Boden, als ökonom Faktor u Quelle von sozialem u polit Einfluß;…

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Grundbesitz

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Grundbesitz , s. Grundeigentum .

  4. Spezial
    Grundbesitz

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Grund|be|sitz m. (-es) possedimënt de terac m.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit grundbesitz

8 Bildungen · 8 Erstglied · 0 Zweitglied · 0 Ableitungen

Zerlegung von grundbesitz 2 Komponenten

grund+besitz

grundbesitz setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

grundbesitz‑ als Erstglied (8 von 8)

grundbesitzend

DWB

grundbesitz·end

-besitzend , adjectiv. partic.: der erbliche grundbesitzende landadel Fr. Schlegel 13, 219 ; die im Thurgau grundbesitzenden prälaten Ranke …

grundbesitzer

DWB

grund·besitzer

-besitzer , m. , zuerst bei Adelung (1775) 2, 825 der besitzer von grund und boden, meist speziell der besitzer eines landgutes: diesz ist d…

grundbesitzthum

DWB

grundbesitz·thum

-besitzthum , n. , der gesamte bestand an grundbesitz eines staates oder landes: ( eine ) abschäzung des grundbesizthums Eichhorn dtsche sta…

grundbesitzung

DWB

grund·besitzung

-besitzung , f. , das einzelne grundeigenthum: auf alle an sich gezogenen grundbesitzungen verzicht zu thun Wieland (1795) 8, 460 ; vermögen…