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grummeln

nhd. bis Dial. · 7 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

DWB
Anchors
7 in 7 Wb.
Sprachstufen
2 von 16
Verweise rein
17
Verweise raus
9

Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

grummeln vb.

Bd. 9, Sp. 635
grummeln, vb. , ableitung von grummen (s. d.); hauptsächlich in den fränkischen maa. am Rhein und vielerorts in Niederdeutschland verbreitet. 11) bei persönlichem subject: murren, schelten, unzufrieden brummen (entsprechend grummen 1): sein altes grummeln gegen den sozialismus K. Marx an Fr. Engels, briefw. 2, 333; dasz die Bonapartisten schon stark grumbeln über Garibaldis 'ruhm' ib.; das verdrieszliche grommeln der molesta senectus P. Lindau in: Nord u. Süd heft 301 (1902), 6; 'kinder!' grommelt Atta Troll Heine 2, 367 E.; murren lux. ma. 155a; Schmitz Eifel 225; Wegeler Coblenz. 20; in den bart brummeln Pfister nachtr. 85; gromeln mürrisch sein Unger-Khull 308b. 22) bei unpersönlichem subject mit verblassung des affectgehaltes: ein brummendes, dumpfes geräusch laut werden lassen (entsprechend grummen 2): schossen weidlich hinein, das es in der lufft gesungen und gegrummelt hat H. Bünting lüneburg. chr. (1585) 70b; ein tiefes grobes brausen und gräuliches grümmeln (von musikinstrumenten) J. Mattheson d. n. götting. ephorus (1727) 58; besonders vom donner eines entfernten gewitters: der himmel grummelt schon C. Abel Boileau 486; nachdem .. der donner eine zeit lang in der ferne gegrummelt Kotzebue dr. Bahrdt 32; hinter den bergen grummelt das gewitter H. Löns a. d. wildbahn 163; auch bildlich: wenn ihr donner einmal anhebet, so grümmelts wol zwölf tage hernach schaupl. d.s. weib. (1752) 13; Lichtenberg br. 2, 38; heute in nordd. maa. weit verbreitet, vgl. Stürenburg 77a; Schambach 69b; Hertel Thür. 110; Bernd Posen 78 u. sonst; auch vom knurren des magens: et grummelt my im buke Strodtmann 77; vgl. Frischbier 1, 255; dazu grummel ferner donner Strodtmann 77; Danneil 71a; während des grummels von den canonen Lichtenberg br. 1, 91; dazu grummelköpfe die bauchigen wolken, die den schweren gewitterwolken voraufgehen Strackerjan abergl. u. sagen 2, 108;
1922 Zeichen · 45 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Grummelnv., ntr

    Campe (1807–1813) · +2 Parallelbelege

    † Grummeln , v. ntr . mit haben , im N. D. ein Wort, das dumpfe Getöse einer Trommel und des fernen Donners zu bezeichne…

  2. modern
    Dialekt
    grummeln

    Mecklenburgisches Wb. · +3 Parallelbelege

    Wossidia grummeln -ü- ein dumpfes Geräusch verursachen, z. B. von fernem Gewitter: dat grummelt all Schw Schwerin@Pampow…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit grummeln

9 Bildungen · 1 Erstglied · 6 Zweitglied · 2 Ableitungen

Zerlegung von grummeln 2 Komponenten

grumm+eln

grummeln setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

grummeln‑ als Erstglied (1 von 1)

grummeln als Zweitglied (6 von 6)

begrummeln

RhWB

beg·rummeln

be-grummeln: einen b., ausschelten; mer kan et mache, wie mer well; mer get begrummelt Bitb , Prüm .

nachgrummeln

RhWB

nach·grummeln

nach-grummeln: 1. -o- schmollen Ahrw-Löhnd . — 2. -ø- einem n., äffend nachsprechen Neuss .

vergrummeln

MeckWB

ver·grummeln

Wossidia vergrummeln als dumpfes Geräusch abklingen: dor vergrummelt Langsam dat Brusen von dei Ostseewellen Seem. Hä. 48.

Ableitungen von grummeln (2 von 2)

begrummeln

RhWB

be-grummeln: einen b., ausschelten; mer kan et mache, wie mer well; mer get begrummelt Bitb , Prüm .

vergrummeln

MeckWB

Wossidia vergrummeln als dumpfes Geräusch abklingen: dor vergrummelt Langsam dat Brusen von dei Ostseewellen Seem. Hä. 48.