Eintrag · Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke)
GRÎNE
1. von menschen. spoten unde grînen brummen, knurren tod. gehüg. 197. untriuwe in dem schînet swer lachende grînet Vrid. 43,25. sô zürne und zürne, grîn und grîn Bert. 68. wildu aber kriec suochen und grînen und zangon Griesh. pred. 2,12. si (die teufel) zannten sêre unde grinen Pass. 319,81. — die zürnent und grînent umb niht Bert. 194. mir ist als ein bast wer drumbe grein livl. chron. 1542. Judas murmerot und grein wider sich selben Griesh. pred. 1,47.
2. von thieren, namentlich hunden (aber auch pferden s. grîn). si grînent sam die hunde Bert. 233. si grenen als zwêne hunde Herb. 6316. waʒ der hunt gebulle unde grene unde sculle Lampr. Alex. 3963 (4314). her (Cerberus) engrim noch enrief En. 3252. weder eʒ (das hündchen) engrein noch enbal Trist. 15890. man sol streichen geværen hunt daʒ er iht grîne zaller stunt Vrid. 138,8. der hunt der mac des höuwes niht unt grînet doch so erʒ eʒʒen siht. daʒ zwêne hunde ein bein nagen ân grînen hœre ich selten sagen das. 138, 12. vgl. MS. 2,228. b. grînenden hunt der nie gebeiʒ sult ir harte vürhten niht Helbl. 8,544. — sô grînent dâ die wolves zende MS. H. 3, 468h. b. — der hunt der dâ wider grînen kan sô in der ander grînet an Iw. 41. swelhem hunde ich sîn spîse nam der grein mich jâmerlîchen an Osw. 1796.
3. übertragen. die vadmen grînent sind sichtbar durch die nât Frl. 168,18.