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grauwacke

nhd. bis Lex. · 5 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

DWB
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5 in 5 Wb.
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

grauwacke f.

Bd. 8, Sp. 2231
grauwacke, f., mineralogische benennung. seit 1787 belegbar; zunächst offenbar im anschlusz an die etwas früher bezeugte mineralogische bedeutung von wacke (s. d. 6, teil 13, sp. 206f.) für eine feinkörnige sandsteinart aus quarz, sand und glimmer, vgl. auch graustein (s. d. 1): die sandsteinarten können ... in gemeinen sandstein, grauwakke und puddingstein abgetheilet werden Werner gebirgsarten (1787) 17; grauwacke arenarius griseus Gmel. Nemnich dt. wb. d. naturgesch. 208; sehr gut ist das kapitel: grauwacke und sandstein s. 132 (in einem mineral. buch von 1789) allg. dt. bibl. 93 (1790) 48. daneben, und namentlich jünger, in weiterem sinne für ein gestein aus quarz, kieselschiefer und tonschiefer, das nur in seinen glimmerführenden, feinkörnigen arten, den grauwackenschiefern (s. u. 2) oder grauwackensandsteinen (s. u. 2), sandsteinartig, im übrigen aber vom sandstein zu unterscheiden ist. so wohl schon in einem benennungsvorschlag Göthes von 1787: man hat hohe kalkfelsen links ... dann folgt eine art gestein, das man thonschiefer oder grauwacke nennen möchte Göthe I 31, 202 W. als fester terminus: die ganze gebirgsmasse vom Taunus ... nördlich bis an das herzogthum Berg, besteht aus übergangsgebirg, thonschiefer, grauwacke, marmor (1814) ebda IV 25, 14; wo oben sandstein, darunter granit liegt, und dieser aus grauwacke hervortritt Ritter erdk. (1822) 1, 117; die grauwacke ist ein gestein aus einem gemenge von quarz, kieselschiefer, oder thonschieferstückchen Schönermark-Stüber hochbaulex. (1902) 482. als baumaterial verwendet: die fäsulanischen mauern (sind) aus der dort einheimischen grauwacke, welche macigno genannt wird K. O. Müller d. Etrusker (1828) 1, 246. bildlich: gold ists gewisz nicht ('was wir aus dem schachte unseres geistes herausbohren'), kaum katzensilber und grauwacke (1845) Scheffel an Schwanitz in: br. (1906) 22. in zahlreichen zusammensetzungen mineralogischer fachsprache, meist mit -n- in der fuge, aber auch fugenlos (s. u.), vereinzelt mit apokope im bestimmungswort: grauwackschiefer Prechtl techn. encycl. (1830) 16, 234. 1) in der verbindung mit klassifizierenden begriffen oder mit solchen, die auftreten und vorkommen bestimmen:
2214 Zeichen · 49 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    GrauwackeDie

    Campe (1807–1813) · +2 Parallelbelege

    Die Grauwacke , Mz. die — n , eine graue Steinart, die aus einem Gemische von Quarz und Thonschiefer auch wol etwas Glim…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Grauwacke

    Goethe-Wörterbuch

    Grauwacke auch Getrennt- u Bindestrichschr; 11 Belege neben 11 Belegen ‘graue Wacke’ mineralog: für ein aus Quarz u Schi…

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Grauwacke

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57)

    Grauwacke , Gestein von meistens grauer Farbe, sehr hart und fest, besteht aus verschiedenen Quarzabänderungen, mittelst…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit grauwacke

16 Bildungen · 16 Erstglied · 0 Zweitglied · 0 Ableitungen

Ableitung von grauwacke

grauwacken + -e

grauwacke leitet sich vom Lemma grauwacken ab mit Suffix -e, auf Verb-Stamm zurückgeführt.

Zerlegung von grauwacke 2 Komponenten

grauw+acke

grauwacke setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

grauwacke‑ als Erstglied (16 von 16)

Grauwackebank

GWB

grauwacke·bank

Grauwackebank [ Zeichnungen aus dem Harz ] Versteinerungslagen unter Grauwackebänken 1) N9,240,17 GestaltgAnorgMassen 1) Abb s LA I 2, Tafel…

Grauwacke feuilletée

GWB

Grauwacke feuilletée für Grauwackenschiefer(sd) N13,370,25 MinGeol Plp 1) vgl LA II 7,587f u 590 u WvEngelhardt, G-s Beschäftigung mit Geste…

grauwackenschiefer

DWB

grauwacken·schiefer

-schiefer allg. dt. bibl. 93 (1790) 317; Muspratt chemie 4 (1893) 1397 ; grauwackeschiefer Mothes ill. baulex. (1882) 2, 520 ; grauwackschie…

grauwackenzone

DWB

grauwacken·zone

-zone Karmarsch-Heeren techn. wb. (1876) 2, 640. 2 ) als benennung verschiedener, zur grauwacke gehöriger gesteinsarten: grauwackenkalk: gra…