Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
graupeln
graupeln
Graupe f. ‘enthülstes Gerstenkorn’, frühnhd. (schles.) grūpe (Anfang 15. Jh.), (md.) graupe (16. Jh.) stellt sich zu slaw. Wörtern ähnlicher Bedeutung wie obsorb. poln. krupa, nsorb. kšupa, tschech. kroupa, slowak. krúpa; die frühe Verbreitung im Omd. macht eine Entlehnung aus dem Sorb. und Poln. wahrscheinlich. – Graupel f. ‘(Getreide)gräupchen’, besonders aber ‘kleines Hagelkorn’, deminutive l-Ableitung von Graupe, dessen slaw. Entsprechungen auch ‘Hagelschloße’ bedeuten; vgl. frühnhd. (schles.) eysgrūpe ‘kleines Hagelkorn’ (15. Jh.) sowie (Erzgebirge) greuple ‘Erzklümpchen’ (16. Jh.). graupeln Vb. ‘in Graupeln hageln’ (17. Jh.), vgl. schon graupen (Luther).