Hauptquelle · Grimm (DWB, 1854–1961)
gräte f.?
gräte , f.? das nur im plural belegte wort steht mit seiner bedeutung ' geld ' neben häufigerem kröte ( vgl. t. 5, sp. 2419, s. v. kröte 4). beides volksetymologisch-scherzhafte entstellungen des md. plurals gröschen ( vgl. t. 4, 1, 6, sp. 448)? die volksetymologische beziehung auf gräte dürfte im hinblick auf wendungen wie nicht eine, keine gräte, nicht ein, kein grat ( vgl. 1 gräte A 1 c β u. 1 grat A 1 d β ) erfolgt sein: er nimmt seine paar gräten ( schles. ) ; im volksmund vorherrschend: kröten — seine wenige baarschaft, seine geringen habseligkeiten Wander sprichw.-lex. 2, 128 ; Rother s…