Hauptquelle · Grimm (DWB, 1854–1961)
gradel m.
gradel , m. , vereinzelt gratel, ' eine gewisse gattung leinwand, sonst fuszarbeit ( d. h. webart, bei der die schäfte des webstuhls durch treten bewegt werden )' Loritza id. Viennense (1847) 53 . die herkunft des wortes ist unbekannt. vielleicht ist gradel ursprünglich als gerätename zu grad ' stufe ' ( vgl. grad I A) in einer freilich nicht belegten bedeutung ' tritt, weberschemel ' anzusehen ( vergleichbar: tritt teil 11, 1, 2, sp. 685 und tretel ebda sp. 182, für welches maskul. geschlecht in frage steht ). ebenso wie drischämel und fünfschamel im bair. ( vgl. Schmeller-Fr. 1, 563 u. 2, 41…