Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)
- Anchors
- 1 in 1 Wb.
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- 1 von 16
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- 1
- Verweise raus
- 4
gnipfen, vb., lautvariante von gnapfen; vgl. auch gnepfen, gnupfen, gnippen. wie gnappen und gnepfen von fallender, schwankender bewegung gebraucht 'sich verbeugen' (vgl. 2gnappen): buck dich da, gnipff da Zell christl. verantwort. (1523) 3b nach Ch. Schmidt histor. wb. d. elsäss. ma. 151b. vor allem 'hinken': gnipfen 'im gange sich streifen, auf einem fusze nachgeben, hinken' Fischer schwäb. 3, 728; gnipfen, auch knipfen 'hinken, nicken, sitzend halb schlafen' Staub-Tobler schweizer. 2, 673; knipfen 'hinken' Schmeller-Fr. bair. 1, 1352. häufig mit anlautendem n- (s. auch unter gnappen und gnepfen) nipfen. auszer teil 7, 852 vgl. noch: wand im der vus entslipfte, daz er nahen vol nipfte in die burnden vlut, di drunder (unter der brücke) was an voller glut: idoch enthielt er sich wider und quam nicht vollen dar nider passional 239, 42 Köpke; nipfen dormitare (schles. 1340) fundgr. 1, 385b; 'einnicken' Staub-Tobler schweizer. 4, 776 (dazu nipfezen [1689] dass., s. unter napfezen; bair. nipfezen 'schlummern' Schmeller-Fr. 1, 1752); mnd. nippen connivere, conquiniscere, oculare Lübben-Walther 248a; Wissmann nom. postverb. 1, 183; norw. umgangssprachlich nippe 'schlummern' Falk-Torp 1, 766. hierher gehört ferner nl. nippen 'überschlagen, umkippen' wb. d. nl. taal 9, 2022f. mit der wendung het nipt (4) = es gnepft (s. unter gnepfen 1 b), vgl. auch op het nippen staan 'so gefährlich stehen, dasz plötzlich ein unglück geschehen kann' ebda; dazu: mnd. do eth ging an ein nypen 'als die sache schief ging' Schiller-Lübben 3, 188b und mnl. (het) comt aent nypen, nu ghatet aen(t) nypen Verwijs-Verdam 4, 2453 (vgl. auch schweizer. uf-em gnipf 'auf dem äuszersten punkte' Staub-Tobler 2, 673; nl. op het nip, op den nipper, op het nippertje 'mit genauer not, gerade noch, im letzten augenblick' wb. d. nl. taal 9, 2023; norw.-dän. paa nippet dass. Falk-Torp 1, 766). weiter gehört zu gnipfen, nipfen ags. hnipian 'den kopf hängen lassen', s. Wissmann nom. postverb. 1, 183; ferner aisl. hnīpa 'den kopf hängen lassen, miszmutig sein', s. ebda 1, 64f. und Walde-Pokorny 1, 476.
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15.–20. Jh.
Neuhochdeutschgnipfenvb.
Grimm (DWB, 1854–1961)
gnipfen , vb. , lautvariante von gnapfen; vgl. auch gnepfen, gnupfen, gnippen. wie gnappen und gnepfen von fallender, sc…
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Cotta, M. (2026). „gnipfen". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 12. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/gnipfen/dwb?formid=G21439
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Cotta, Marcel. „gnipfen". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/gnipfen/dwb?formid=G21439. Abgerufen 12. May 2026.
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Cotta, Marcel. „gnipfen". lautwandel.de. Zugegriffen 12. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/gnipfen/dwb?formid=G21439.
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