Hauptquelle · Westfälisches Wb.
gnabbelen V.
gnabbelen V. [nördl. OWestf SWestf, sonst verstr.] 1. nagen, knabbern, von etwas (Hartem, Leckerem) sehr kleine Stücke abbeißen. Dat Piärd gnäbbelt ( Kr. Iserlohn Isl Kr. Iserlohn@Lehmufer Lu ). De Mius hiät an diem Stiuten gnäwwelt ( Kr. Soest Sos Kr. Soest@Ampen Am ). Sundages hät seu en betten Fleusk, un mondags gnabbelt seu an den Knoken (Lippe OESTERH). An der Krippe gnäbbeln ( Kr. Herford Hfd Kr. Herford@Besenkamp Bk ). De Hitte (Ziege) hiät an diem kleinen Bäome gnäwwelt ( Kr. Soest Sos Kr. Soest@Ampen Am ). — 2. nörgeln; unzufrieden, zänkisch, mit nörgelnder Stimme sprechen. He gnawwel…