Hauptquelle · Westfälisches Wb.
gnabbelen V.
gnabbelen V. [nördl. OWestf SWestf, sonst verstr.] 1. nagen, knabbern, von etwas (Hartem, Leckerem) sehr kleine Stücke abbeißen. Dat Piärd gnäbbelt ( Isl Lu ). De Mius hiät an diem Stiuten gnäwwelt ( Sos Am ). Sundages hät seu en betten Fleusk, un mondags gnabbelt seu an den Knoken (Lippe OESTERH). An der Krippe gnäbbeln ( Hfd Bk ). De Hitte (Ziege) hiät an diem kleinen Bäome gnäwwelt ( Sos Am ). — 2. nörgeln; unzufrieden, zänkisch, mit nörgelnder Stimme sprechen. He gnawwelt immer no doröver, dat sin Frumenske bi sine Hochtiet ver 45 Johr nich ne biätere Utstür mitkriegen häff ( Tek Lb ). — 3…