Eintrag · Mittelhochdeutsches Wb. (MWB)
glimmen
2 überw. in Vergleichen, Bildern, Metaphern ‘leuchten, glühen, glimmen’
2.1 geistl.
2.2 weltl.
1 allg. ‘leuchten, funkeln, glänzen’ smaragde, sardin, gimmen, / rubin sach man druz glimmen Baldem 124. – subst.: von fulem holze ein glimmen gat, / swenn ez die vinsterheit bestat, / daz glimmen ez an im selben hat Frl 11:12,13. – Part.-Adj.: in dirre kraft ist got âne underlâz glimmende und brinnende mit aller sîner rîcheit Eckh 1:35,6 2 überw. in Vergleichen, Bildern, Metaphern ‘leuchten, glühen, glimmen’ 2.1 geistl.: sin [Gottes] suͤzlich vuͥr in min herze quam, / min herze danaf schein ind glam. / [...] dat glimmen entfengd mich bit siner minnen MarlbRh 97,8; ein kint din [Marias] heilec lip gewan, / der von dem gotes geiste enbran / alsam ein gluot diu glimmet KvWGS 463; wan der minnenkole lit in in und glimet und gluͤget Tauler 53,26 2.2 weltl.: was dâ kein minne gernder man, / des herze mohte glimmen unde wehen Heidin III 3817; wat vroweden sal da in den invurigen hercen glommen Lilie 43,34; ir brennende varb zwor ye glam / als in fuͤr ein durres laub Minneb 738; MinneR 433 327; einer, der zu schalle ist gut, / mit worten glimmet als ein glut Frl 5:63,18. – Part.-Adj.: diu [Isolde Weißhand] viuwerniuwet ime den muot / mit der glimmenden gluot, / diu ime doch naht unde tac / betrochen in dem herzen lac Tr 19046
MWB 2 828,1; Bearbeiter: Helmich