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Glimmen

mhd. bis spez. · 21 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Adelung
Anchors
25 in 21 Wb.
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Eintrag · Adelung (1793–1801)

Glimmen

Bd. 2, Sp. 724
Glimmen, verb. reg. neutr. welches das Hülfswort haben erfordert. 1) † Eigentlich glänzen, doch nur von einem schwächern Glanze; in welcher im Hochdeutschen ungewöhnlichen Bedeutung es noch in Niedersachsen für funkeln gebraucht wird. S. Glimmer und Glimmern. 2) Ohne Flamme mit schwachem Feuer brennen. Es glimmet noch ein Funken unter der Asche. Glimmender Zunder. Das Glimmende Docht, Es. 42, 3. Wenn eine brennbare Sache Feuer fängt, so glimmet sie erst, dann fängt sie an zu brennen. Anm. In Niedersachsen ist dafür glören, glösen, in Baiern glosen üblich. Im Engl. ist to gleam, im Schwed. glimma, im Angels. gelioma, leoman, glänzen, scheinen, leuchten, und bey dem Ulphilas Lauhmon, und im Angels. Leoma, Licht, welches uns zugleich auf die Abstammung des Lat. Lumen führet. S. Glanz, Glühen, Licht u. s. f. Im Oberdeutschen wird glimmen auch zuweilen für glühen gebraucht, wo man auch das Hauptwort der Glimm, ein Funke, und das Beywort glimm, glühend, hat. Glimme Kohlen, Lohenst. Ein glimmer Rost, ebend. In eben dieser Mundart wird es, wenigstens in einigen Gegenden, irregulär abgewandelt, Imperf. ich glomm, Mittelw. geglommen, welches auch wohl einige Hochdeutsche nachthun.
1233 Zeichen · 31 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    glimmenstv. I, 3.

    Mhd. Handwörterbuch (Lexer) · +6 Parallelbelege

    glimmen stv. I, 3. BMZ glühen, glimmen Trist. Gsm. Frl. Beliand 3809. Marld. han. 72,9. prät. glam ib. 97,8. Jer. 134 c …

  2. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    glimmenst. V.

    Köbler Mnd. Wörterbuch · +3 Parallelbelege

    glimmen , st. V. nhd. glimmen, glühen Vw.: s. vör- Hw.: s. glimmeren; vgl. mhd. glimmen, mnl. glimmen E.: s. mhd. glimme…

  3. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Glimmen

    Adelung (1793–1801) · +4 Parallelbelege

    Glimmen , verb. reg. neutr. welches das Hülfswort haben erfordert. 1) † Eigentlich glänzen, doch nur von einem schwächer…

  4. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    glimmen

    Goethe-Wörterbuch

    glimmen stark flekt a (schwach) glühen, ohne Flamme brennen α von einem schwach leuchtenden, vom Erlöschen bedrohten lic…

  5. modern
    Dialekt
    glimmen

    Mecklenburgisches Wb. · +5 Parallelbelege

    glimmen schwach brennen und leuchten: dat Holt glimmt man blot Ro; Südwest de Häben glimmt Bri. 1, 178; gew. mit einem S…

  6. Sprichwörter
    Glimmen

    Wander (Sprichwörter)

    Glimmen 1. Na, wenn a glimmt, do wull'n merr, sagte der gotschdorfer Leichenbitter zu den Trägern. ( Hirschberg. ) Als d…

  7. Spezial
    glimmen

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    glim|men vb.intr. coé (coa), verde (zënza flama).

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit glimmen

16 Bildungen · 3 Erstglied · 10 Zweitglied · 3 Ableitungen

Zerlegung von glimmen 2 Komponenten

glim+men

glimmen setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

glimmen‑ als Erstglied (3 von 3)

glimmende

KöblerMhd

glimm·ende

glimmende , (Part. Präs.=)Adj. nhd. glimmend Q.: Minneb, Ot, Trist (um 1210) E.: s. glimmen (1) W.: nhd. glimmend, (Part. Präs.=)Adj., glimm…

glimmen als Zweitglied (10 von 10)

abglimmen

DWB

abglimmen , sensim exstingui, verglimmen, niederglimmen: der letzte funke ist abgeglommen; um einen abglimmenden aschenhaufen. Göthe 30, 64 …

anglimmen

DWB

ang·limmen

anglimmen , incipere candere, feuer fangen, nnl. aanglimmen: die kohle glimmt an, der schwamm ist angeglommen; sobald in ihrer hand die ampe…

englimmen

MWB

eng·limmen

englimmen stV. ‘aufglimmen, -leuchten’ dannoch gab er [der Stern zu Bethlehem] wunder mê, / dan alle sterren nâch und ê: / ein menschlîch bi…

entglimmen

DWB

ent·glimmen

entglimmen , gliscere, incendi, nnl. ontglimmen: mein eis entglimmt von deinen keuschen flammen. Lohenst. Ibrah. 4 ; jetzt aber ist durch go…

erglimmen

DWB

erglimmen , ignescere. Stieler 671 , das praet. würde heute lauten erglomm, mhd. richtiger erglam erlösung 3036, wo man 3008 englam liest, w…

fortglimmen

DWB

fort·glimmen

fortglimmen , denuo gliscere, micare: das feuer glimmt fort unter der asche; und das gespräch glomm wie das pfeifchen fort.

verglimmen

DWB

ver·glimmen

verglimmen , n. substantivischer infinitiv des vorigen: in der that war das feuer in der esse schon am verglimmen. Gutzkow ritter vom geiste…

vorglimmen

DWB

vor·glimmen

vorglimmen , verb. , hervor, heraus glimmen, in glut geraten; übertragen, sich ins licht setzen, zeigen: aber was? sioht man nicht, wo überf…

vörglimmen

KöblerMnd

vörglimmen , st. V.? nhd. verglimmen, ausglühen, verkohlen? Hw.: s. vörglummen E.: s. vör, glimmen W.: s. nhd. verglimmen, st. V., verglimme…

ūzglimmen

KöblerMhd

ūzglimmen , st. V. nhd. „ausglimmen“, hervorleuchten aus Q.: EckhI (vor 1326) (FB ūzglimmen) E.: s. ūz, glimmen W.: s. nhd. (ält.) ausglimme…

Ableitungen von glimmen (3 von 3)

entglimmen

DWB

entglimmen , gliscere, incendi, nnl. ontglimmen: mein eis entglimmt von deinen keuschen flammen. Lohenst. Ibrah. 4 ; jetzt aber ist durch go…

erglimmen

DWB

erglimmen , ignescere. Stieler 671 , das praet. würde heute lauten erglomm, mhd. richtiger erglam erlösung 3036, wo man 3008 englam liest, w…

verglimmen

DWB

verglimmen , n. substantivischer infinitiv des vorigen: in der that war das feuer in der esse schon am verglimmen. Gutzkow ritter vom geiste…

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APA
Cotta, M. (2026). „glimmen". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 13. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/glimmen/adelung
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Cotta, Marcel. „glimmen". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/glimmen/adelung. Abgerufen 13. May 2026.
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Cotta, Marcel. „glimmen". lautwandel.de. Zugegriffen 13. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/glimmen/adelung.
BibTeX
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  author       = {Cotta, Marcel},
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  urldate      = {2026-05-13},
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