lautwandel 53 Wörterbücher · 2,7 Mio. Artikel
Wildcard · " Volltext

Aggregat · alle Wörterbücher

glattig

nhd. bis Dial. · 4 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

DWB
Anchors
4 in 4 Wb.
Sprachstufen
2 von 16
Verweise rein
8
Verweise raus
12

Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

glattig adj.

Bd. 7, Sp. 7755
glattig, adj., daneben gelegentlich auch glättig; veraltete seitenform mit suffix zu glatt, in ältester bezeugung nd. (s. u. ersten beleg); vornehmlich im thüring. und fränk. bereich belegt, wo es mundartl. heute noch lebt (belege s. u.). in lexikal. bezeugung von Schottel bis Steinbach auch glatticht, dazu ein singuläres glatechtig (s. u.). vgl. auch glattige — schattige Zesen Helikon (1656) 3, g 3a (reimanzeiger); glattichte — schattichte ebda j 4a. meist wie glatt D 1, schlüpfrig: labina i. terra aquosa vel labilis qua aliquis cito labitur gladich (1420, nd.) Diefenbach 314a; zu dem hat der regen ... den grund und leim erweicht, das es gantz glatechtig ware Henricpetri generalhistorien (Basel 1577) 146; es ist diese welt nichts anders als ein glatter weg, der da schlüpfferig und glättig ist, wie ein eisz H. Roth brautpredigt. (Eisleben 1596) 1, 145a; ein glattichter weg via lubrica Steinbach dtsch. wb. (1734) 1, 597. mundartlich auch in anderen bedeutungen von glatt: glattig machen 'fertig machen' Hertel Thür. 107; ä glattges mächen Albrecht Leipzig 123b (s.glatt B 4 b); da machten se (die mädchen) sich de haare glattig un in ä paar minuten warn se fertig A. Sommer bilder u. klänge a. Rudolstadt (1857) 2, 70 (s.glatt B 5 a); glattige erdbiren kartoffeln mit glatter haut Fischer schwäb. 6, 2045 (a. d. fränkischen oberamt Gerabronn). der glattig der schönschwätzer Schön Saarbrück. 84a (s.glatt E 1). in mehreren eigentlichen und übertragenen bedeutungen von glatt im rheinischen, s. rhein. wb. 2, 1259. dazu glattigkeit, f., seltener glättigkeit. wie glätte und glattheit (s. d.), aber noch ungebräuchlicher als dieses. im 17. und 18. jh. bezeugt, lexikal. bis Campe. in den bedeutungen levitas und lubricitas, laevitas glattigkeit Orsäus nomencl. (1623) 31. literarische belege nur aus d. südwestdeutschen nachzuweisen: die rauhigkeit oder unebenheit, und glätte oder glattigkeit Scheuchzer physica (Zürich 1711) 1, 56; schlipfferigkeit und glattigkeit Schnurr wunderbuch (1657) 466 bei Fischer schwäb. 6, 2045; weil sich auf den groszen und etwas hohlen blättern der thau und regen leicht sammlet, und wegen ihrer glättigkeit sich in lauter tropfen bildet A. v. Haller ged. (1777) 50 anmerkung. vereinzelt im nd.: glæigkeit (holl. gladdigheid) die glattheit, glitschige beschaffenheit z. b. der wege Schambach Göttingen 64b.
2395 Zeichen · 66 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    glattigadj.

    Grimm (DWB, 1854–1961)

    glattig , adj. , daneben gelegentlich auch glättig; veraltete seitenform mit suffix zu glatt, in ältester bezeugung nd. …

  2. modern
    Dialekt
    glattig

    Mecklenburgisches Wb. · +2 Parallelbelege

    glattig ein wenig glatt Sta Wulk .

Verweisungsnetz

9 Knoten, 7 Kanten

Tap auf Knoten öffnet Detail · Drag zum Umpositionieren · Scroll zum Zoomen

1-Hop 2-Hop
Filter:
Anchor 2 Kompositum 5 Sackgasse 2

Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit glattig

1 Bildungen · 1 Erstglied · 0 Zweitglied · 0 Ableitungen

Ableitung von glattig

glatt + -ig

glattig leitet sich vom Lemma glatt ab mit Suffix -ig.

Zerlegung von glattig 2 Komponenten

glat+tig

glattig setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

glattig‑ als Erstglied (1 von 1)

Zitieren als…
APA
Cotta, M. (2026). „glattig". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 10. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/glattig/dwb
MLA
Cotta, Marcel. „glattig". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/glattig/dwb. Abgerufen 10. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „glattig". lautwandel.de. Zugegriffen 10. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/glattig/dwb.
BibTeX
@misc{lautwandel_glattig_2026,
  author       = {Cotta, Marcel},
  title        = {„glattig"},
  year         = {2026},
  howpublished = {lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern},
  url          = {https://lautwandel.de/lemma/glattig/dwb},
  urldate      = {2026-05-10},
}