Hauptquelle · Grimm (DWB, 1854–1961)
gillen vb.
gillen , vb. , schreien. nebenform zu gellen, nl. gillen, s. dazu teil 4, 1, 2, 3037 und vergleiche weiter gilfen neben gelfen; anders Franck-v. Wijk 200 u. 29, der das -i- für dialektische entwicklung eines umlauts- e hält, also als grundform * galljan ansetzt. literarisch bis ins 17. jh. hinein begegnend: der mensch zuo letzst also zornig wirt und schreit und gillet Tauler sermones (1508) 185 b ; sie schreihn und gillen nach dem tod, und sieh er fleucht von ihnen Joh. Scheffler sinnl. beschr. (1675) 57 ; vgl. gillen ' gruntzen, schreyen wie ein schwein ' Henisch (1616) 1622 ; stridere instar…