Hauptquelle · Grimm (DWB, 1854–1961)
geweichen
geweichen I . das verbum ist in der althochdeutschen periode fast nur aus glossen belegt ( s. gawîchan Graff 1, 709 ), entfaltet jedoch schon in diesen eine mannigfaltigkeit des gebrauchs, namentlich nach der übertragenen seite, wo es sich geradezu mit geweichen II berührt. den höhepunkt erreicht die verwendung in der mittelhochdeutschen periode ( vgl. gewîchen mhd. wb. 3, 616 b . Lexer 1, 990 ), die jedoch das verbum nicht in der eigentlichen blütezeit, sondern nur in den ältesten und den spätesten denkmälern aufkommen läszt. in die neuhochdeutsche periode treten nur die einfachsten formen de…