Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
gestreift
gestreift
Streifen Streif m. ‘sich abhebender Farbstrich, Strahl, langes schmales Stück, Band’, mit -en aus den Endungen der flektierten Kasus, mhd. strīfe, mnd. mnl. strīpe, afries. strīpa ‘Streifen’, schwed. stripa ‘herabhängendes Haarbüschel, Haarsträhne’, anord. strip n. ‘gestreiftes Zeug’ (aus dem Mnd.?, doch vgl. strīprendr ‘gestreift’) sowie ahd. striph ‘Schuttbingelkraut’, stripha ‘Grindampfer’ (Hs. um 1200) und das unter streifen (s. d.) behandelte Verb lassen sich mit air. srīab (aus *streibā) ‘Streifen’ auf ie. *streib- zurückführen, eine Labialerweiterung der unter Strahl, streichen (s. d.) genannten Wurzel ie. *ster-, *sterə-, *strē-, *strei-, *streu- ‘Streifen, Strich, Strähne, Strahl’, auch ‘über etw. hinwegstreifen, -streichen’, die wohl identisch ist mit der unter streuen (s. d.) angeführten Wurzel ie. *ster(ə)- ‘ausbreiten, (aus)streuen’. – streifig Adj. ‘mit Streifen versehen’ (18. Jh.), älter streificht, ahd. strīfaht ‘gestreift’ (11. Jh.), mhd. strīfeht. gestreift Part.adj. ‘mit Streifen versehen’, mhd. gestrīft, zu mhd. strīfen ‘mit Streifen versehen’, abgeleitet von mhd. strīfe ‘Streifen’ (s. oben).