Eintrag · Mittelhochdeutsches Wb. (MWB)
gescheide stN.
2 ‘Trennung, Abschied’
1 ‘Grenze’ nû het der abt vor, / [...] / daz er dem bischolf ze leide / bûte an dem gescheide / hie ze Stîr des landes drums Ottok 27771; daz die selben enlehentú swin fúr das gescheide nút enkommen UrkLicht 7,217 (a. 1288); Lilie 41,13; GTroj 14769. – ‘Kamm, Gipfel’ ad verticem (geskeite) montis UrkEnns 1,637 (13. Jh.) 2 ‘Trennung, Abschied’ din sun ind du, geleit mich beide / al an gescheit bit stedicheide! MarlbRh 2,24; nu, weiz got, it geit zuͦm gescheide [Dahinscheiden] ebd. 24,18 u.ö.; alsus wart da eyn gescheit / van Karlle ind van Galyen KarlGalie 3696; in desem geschede / bleuen sy [Karl und Konstantin] gevrunde beyde Karlmeinet 335,21; MinneR 497 1066
MWB 2 539,20; Bearbeiter: Richter