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Gerichtsbarkeit

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Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

Gerichtsbarkeit

Gerichtsbarkeit

1Gericht n. ‘mit der Rechtsprechung beauftragte Institution und deren Sitz’, auch ‘das Ausüben der Rechtsprechung’, ahd. girihti ‘Urteil, Gericht, Satzung, Regel’ (um 1000), mhd. geriht(e), mnd. gerichte, richte ‘Gericht, Ausübung des Richteramts, Urteilsspruch, Urteilsvollstreckung, Gerichtsbarkeit, Gerichtsbezirk’ (mhd. außerdem ‘Regierung, Reichsverwaltung’), mnl. gherechte, gherichte ‘Recht, Urteil, Gerichtssitzung’, nl. gerecht, gericht ‘Gericht, Gerichtsgebäude, Gerichtssitzung, Urteil’, aengl. gerihte ‘Recht, Pflicht, Gottesdienst, gerade Richtung’, anord. -rētti ‘Recht’ (in Zusammensetzungen wie anord. harðrētti ‘Bedrängnis, schlechte Behandlung’, jafnrētti ‘gleiches Recht’); auf anderer Bildungsweise beruht dagegen got. garaíhtei f. ‘Gerechtigkeit’. Das Neutrum (germ. *ga-rihtia-) ist wohl zunächst denominative Ableitung (s. recht, Recht und gerecht) mit kollektivem Sinn (s. ge-), wird aber früh mit dem bei richten (s. d.) dargestellten Verb verbunden, das schon ahd. in der Verwendung ‘das Richteramt ausüben, Recht sprechen’ gebräuchlich ist. – gerichtlich Adj. ‘vor Gericht stattfindend, durch das Gericht veranlaßt’ (15. Jh.); vgl. mnd. gerichtlīk(en), richtlīk(en) Adv. ‘mit Recht, durch Gericht’. Gerichtsbarkeit f. ‘Befugnis zur Rechtsprechung’ (16. Jh.), bis ins 18. Jh. daneben Gerichtbarkeit, gebildet zum Adjektiv frühnhd. gerichtbar ‘der Gerichtsgewalt unterworfen, gerichtlich’. Gerichtshof m. ‘aus mehreren Mitgliedern bestehendes höheres Gericht’, so seit der 1. Hälfte des 18. Jhs. als Verdeutschung von frz. cour (de justice), tribunal; vorher bereits frühnhd. in der Bedeutung ‘Hof, wo Gericht gehalten wird, Gerichtsstätte’ (15. Jh.). Gerichtsvollzieher m. ‘für Zustellungen und Vollstreckungen zuständiger Gerichtsangestellter’, durch die Deutsche Zivilprozeßordnung von 1877 eingeführte Bezeichnung.
1843 Zeichen · 45 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Gerichtsbarkeit

    Adelung (1793–1801) · +5 Parallelbelege

    Die Gerichtsbarkeit , S. Adelung Gerichtbarkeit .

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Gerichtsbarkeit

    Goethe-Wörterbuch

    Gerichtsbarkeit die Rechtsprechung, (ausgeübte) Justizgewalt A(LA I 1,87,15) 1. Nachr BergbIlmenau 24.2.85 [G/Voigt Berg…

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Gerichtsbarkeit

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +1 Parallelbeleg

    Gerichtsbarkeit , Jurisdiction, Befugniß zur Rechtssprechung. Steht in der Regel den staatlichen ordentl. Gerichten, aus…

  4. Spezial
    Gerichtsbarkeit

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Ge|richts|bar|keit f. (-,-en) iurisdiziun (-s) f. ▬ bürgerliche Gerichtsbarkeit iurisdiziun zivila f. ; volle Gerichtsba…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit gerichtsbarkeit

8 Bildungen · 0 Erstglied · 8 Zweitglied · 0 Ableitungen

Ableitung von gerichtsbarkeit 2 Analysen

gerichtsbar + -keit

gerichtsbarkeit leitet sich vom Lemma gerichtsbar ab mit Suffix -keit.

Alternativen: gerichts+-bar+-keit

gerichtsbarkeit als Zweitglied (8 von 8)

Gaugerichtsbarkeit

Wander

gau·gerichtsbarkeit

Gaugerichtsbarkeit Gaugerichtsbarkeit ist der Landleute freie Wahl. – Graf, 403, 12. Die Obrigkeit war unsern Altvordern »ein lebendig ordne…

Obergerichtsbarkeit

DRW

ober·gerichtsbarkeit

Obergerichtsbarkeit, f. I Hochgerichtsbarkeit [Mainz hat allein] das erbgericht ... rotting genannt ... die obergerichtsbarkeit aber, das vo…