Eintrag · Mittelhochdeutsches Wb. (MWB)
gemeinsamen swV.
1.1 mit Dat.
1.2 mit präp. Erg.
1.3 mit Refl.-Pron.
2 ‘jmdn. an einer Sache teilhaben lassen’ (mit Akk.d.P.)
1 ‘Gemeinschaft haben mit jmdm.’ 1.1 mit Dat.: so ein mensche ze banne wirt getan, swer daz weiz vnde im dar nach gemeinsampte, der ist ovch in dem banne SchwSp 153b; UrkCorp (WMU) 93,23. – und zusätzl. präp. Erg.: bennigen lûten, unde die offenlîche zu banne gekundet sint, den sal dekein brûder gemeinsamen geturren an den dingen, die unreloubet sint StatDtOrd 50,46 1.2 mit präp. Erg.: do der grâve Diepolt dar quam, / do verwandelt er ir beider namen / und enwolde doch gemeinsamen / mit der heidenschefte nie, / daz er geloubet als sie StrKarl 202; daz er gemeinsamete mit vnrechten luͦten PrLeys 63,12 1.3 mit Refl.-Pron.: do der vatter gebirt sinen sun in der ewikeit, [...] so enmoͤhte er sich nút inne enthalten er muͤste sich uzgiessen und gemeinsamen Tauler 8,21; si [die toren] lebent vil nahen als ein vihe: / [...] / sich ensol ir leben noch ir namen / dem leben niht gemeinsamen / daz manige tugent behaltet StrFra 998 2 ‘jmdn. an einer Sache teilhaben lassen’ (mit Akk.d.P.): cze dem drittenmâl gemainsamt uns dise heilichait geselleschaft aller engel MvHeilFr 27. 26. – ‘jmdm. Teilhabe an etw. gewähren’ (mit Akk.d.S.): ich haisse und gebúte daz ir die gnade gemainsamint enandren PrGeorg 66,4. 66,38; ein frunt ofnot vnd gemeinsamet sinem fru̍nt sin heimlichi RvBib 101,10; bisz danckber bisz an dinen tod des minniclichen liebes und guͦtes, das er dir gemeinsamt hat Seuse 482,17
MWB 2 423,47; Bearbeiter: Diehl