Hauptquelle · Grimm (DWB, 1854–1961)
geleiden
geleiden , verstärktes leiden, mhd. gelîden. 1 1) transitativ: es ist denn, so eines nit mag geleiden einen flecken, stöublin oder ander sollicher unsauberkeit an kleidern, schleigren, stürzen und dergleichen. Keisersb. seelenpar. vorr. 3 a ; der mensch ist ( noch ) nit genuog guot, der nit bös leüt umb sich geleiden mag und in vertragen ( nachsehen ). häslein 1510 Dd 2 b ; so möchten wir doch geleiden, dasz ihre churf. g. in der angefangenen treulichen unterhandlung fortführen. Kress bei Melanchth. 2, 290 Br. 2 2) reflexiv sich geleiden, wie sich gedulden ( s. d. ), eig. sich selber leiden: d…