Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
geifern
geifern
Geifer m. ‘ausfließender Speichel, in bösen Worten ausgestoßene Wut’, spätmhd. geifer gehört zu einem Verb, das in bair. gaifen ‘klaffen, spöttisch den Mund verziehen’, nd. gīpen, jīpen ‘den Mund aufreißen, nach Luft schnappen, streben nach’, mnl. ghīpen, nl. gijpen ‘nach Luft schnappen’ vertreten ist. Vgl. mit abweichendem Stammvokal anord. geipa ‘schwatzen’. Die Formen schließen sich an eine Labialerweiterung der Wurzel ie. *g̑hēi-, *g̑hē- ‘gähnen, klaffen, offenstehen’ (s. gähnen) an. Vom Substantiv abgeleitet geifern Vb. ‘seine Wut auslassen’ (so daß Geifer ausfließt), ‘zornig keifen’ (um 1500). giepern, jiepern Vb. (nd., berlin.) ‘begierig sein, sehr nach etw. verlangen’ (18. Jh.).