Eintrag · Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke)
geheiʒ stm.
1. das heißen, der befehl. den heiʒt diu werlt frô sîn — der geheiʒ ist ein gemeiner rât warn. 1865. von irme geheiʒe auf ihren befehl myst. 1,138,24.
2. verheißung, versprechen. den geheiʒ er vone gote imphie der dar nâch vil wole irgie Diemer 70,1. vgl. 18,25. Exod. fundgr. 2,92,41. von geheiʒe und ouch von gâbe man möhte wunder sagen Nib. 2067,1. durch guoten manigen geheiʒ den im des kindes vater gehieʒ jüdel 129,40. nu lâʒent si sich ûf dînen valschen geheiʒ Bert. 289. nâch ir aller geheiʒe verheißung, prophezeihung Leys. pred. 13,37. mit andern geheiʒen tod. gehüg. 184. ir geheiʒe (plur.) vreute ich mich g. Gerh. 3248. vgl. 1431.
3. der verheißene lohn. ich gibe dir ouch alhie zehant dînen geheiʒ unt dîn gewant Trist. 13358.