Hauptquelle · Grimm (DWB, 1854–1961)
gegenwurf m.
gegenwurf , m. lange ein vielgebrauchtes wort, mhd. und nhd., jetzt erloschen. im 14. 15. jh. auch gegenworf, geinwurf. nl. tegenworp Kil. 1 1) 1@a a) es trat auf als übersetzung des lat. objectum, in der deutschphilosophischen sprache der mystiker, wie im 18. jh. ebendafür von der Wolfischen schule aus gegenstand. die begriffliche arbeit und erörterung in der schule sieht man noch in Melbers erklärung deutlich durchscheinen: obiectum, gegenwurf, materig dar in man etwas wurkt vel macht, uszbereit vel volbringt gegenwertig ding dʒ eim dar geworfen wirt ( wie 'gegeben', s. sp. 1705), ut obiectu…