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gef

ahd. bis Dial. · 3 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

MNWB
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Eintrag · Mittelniederdeutsches Wb.

gef Prät.

Bd. 2-1, Sp. 99
gif, °gef; Prät. gaf, gêven; Part. Prät. (ge)gēven), 1. geben, übergeben, schenken, stiften, hingeben, ausgeben, bezahlen, gelt rê(i)ken unde g., eine Summe volgen lâten unde g., schat g. Abgabe leisten; übergeben, überantworten, aufgeben, hê gaf dat slot; gif gewunnen gib dich als überwunden, s. winnen; — verkaufen, übergeben, g. unde uplâten (ein Grundstück) verkaufen, übergeben und gerichtlich auflassen; — (dem Bräutigam die Jungfrau) zur Gattin geben, tõ manne g., tõ klôster g. ins Kloster bringen, geben, (ge)gēven begeben, als Mönch, Nonne, sîne (ge)gēven(e) dochter seine im Kloster lebende Tochter; — letztwillig hinterlassen. — 2. c. A. etwas ergeben, erweisen, zeigen; an den dach g. ans Licht bringen, zeigen, erweisen. — 3. ergeben, ȫrdê(i)l unde recht gaf Urteil und Recht gab, entschied daß ... — 4. mî is (ge)gēven ich habe eine Fähigkeit, ich kann, mir ist gegeben, Sprw.: et is nicht allen lü̑den (ge)gēven cipollen tõ schellen. — 5. geben, zugeben, gewähren, ȫrlõf g. Urlaub geben, vulbōrt g. Erlaubnis geben. — 6. geben, gewähren, einräumen, ênem êre g. jem. ehren; urteilen, etw. beurteilen, up dat genêdegeste freundlich, milde urteilen, up dat ergeste scharf beurteilen; êner sāke lôven g. Glauben schenken, glauben, rēde g. Rede stehen, verantworten, vȫr antwōrde g. antworten; tü̑chnisse g. Zeugnis geben, sînen schîn g. scheinen; einen Spruch, ein Urteil geben, recht g., dat ȫrdê(i)l g. ȫver ..., ȫrdê(i)l unde recht g. — ênem den ê(i)t g. dem Gegner den Eid zuschieben. []7. ênem stēde g. Platz, Gelegenheit geben; ênem êne stēde gēven jem. einen Platz, eine Stelle einräumen; ênem ênen vrēde g. Frieden schließen mit, sik mēde in den vrēde g. am Frieden teilnehmen; vrēde vȫr sik g. lâten sich aussühnen lassen. — ênem den rüggen gēven den Rücken weisen. 8. mit einem Substantiv im Akk. das entsprechende Verb umschreibend: ênen sprunc gēven springen, de vlucht g. fliehen, ausreißen. — 9. mit Part. Prt. gif gewunnen gib dich als überwunden. — Infin. mit tô: ênem tõ wēten g. einem kund tun. — Infin. ohne tô: hê gaf ēme ēten dat beste brôt; dô mî hungerde, dô gêve gî mî nicht ēten, hê gaf ēne bidden wat se wolden er erlaubte ihnen zu erbitten was sie wollten. — 10. van sik gēven: 1. fortgeben; 2. von sich geben; 3. sich übergeben, das übermäßig genossene Getränk wieder von sich geben; — ȫver g. aufgeben, den Gegnern überlassen, hê gift mî ȫver, auch ên dinc ȫver gēven aufgeben; — nicht g. ümme nicht achten, dâr gēve ik wê(i)nich ümme das achte ich wenig, gering, das ist mir einerlei. — gēven up(pe) schieben auf jem., Schuld geben, gēven up(pe) darauf geben, darauf zahlen; — wedder g. wieder geben, zurückgeben. 11. Refl. sik g. sich begeben in sîn lant, ût dēme lande, in de stat in die Stadt ziehen, bî den rât; sik g. van sich fortbegeben von; — nachgeben, de mü̑re hadde sik van ander (ge)gēven hatte nachgegeben, war geborsten; — sich ergeben; sich übergeben, sich unterwerfen, sik g. an die Sache auf sich nehmen, sich der Sache hingeben; sik g. in sich ergeben in, einwilligen, sich finden in; sich in etw. einlassen, sik in nê(i)nen handel g. sich in keine Verhandlung einlassen; sik gēven tô sich hingeben an, es halten mit jem.; — sik g. vȫr sich ausgeben für. gēvende gôt, sünder g. g. ohne Gabe, Abgabe.
3263 Zeichen · 90 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 8.–11. Jh.
    Althochdeutsch
    gef

    Althochdeutsches Wörterbuch

    gef ( oder gæf ) Pk nach 110,10 s. geban.

  2. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    gefPrät.

    Mittelniederdeutsches Wb.

    gif , ° gef; Prät. gaf, gêven; Part. Prät. (ge)gēven ), 1. geben, übergeben, schenken, stiften, hingeben, ausgeben, beza…

  3. modern
    Dialekt
    gef

    Rheinisches Wb.

    gef -ę- = dass du (s. das);

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Wortbildung

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1.088 Bildungen · 1.086 Erstglied · 1 Zweitglied · 1 Ableitungen

gef‑ als Erstglied (30 von 1.086)

Gefabel

Campe

gef·abel

Х Das Gefabel , des — s , o. Mz. s. Ge — 2. 2).

gefach

DWB

gef·ach

gefach , n. verstärktes fach, M. Krämer it. wb. (1678) 511 b , der auch gefächlein gibt, casella; es ist im westen die form für fach, vergl.…

gefach,

FWB

1. ›oft, wiederholt, häufig‹.; 2. ›schnell, eilig‹.; 3. ›intensiv, nachhaltig, stark‹.; 4. ›feindlich, feindselig‹. Etym.: Etymologie und Be…

Gefachwand

SHW

Gefach-wand Band 2, Spalte 1155-1156

Gefachse

RhWB

gef·achse

Ge-fachse gəfās Trier-Mettnich n.: Sehnenbündel; jefęser Pl. Sehnen an Beinen u. Armen Prüm-Leidenborn .

gefachspiegel

DWB

gefach·spiegel

gefachspiegel , m. rhein., feld in der wand beim holzbau ( s. unter gefach 3): über dieser thüre zeigt ein noch erhaltener gefachspiegel den…

Gefack

MeckWB

gef·ack

Wossidia Gefack n. Gefach Ro Rostock@Tessin Tess ; gleich Fack.

Gefackel

MeckWB

gef·ackel

Wossidia Gefackel n. 'Gefackel', Zaudern: ahn väl Gefackel Ha Hagenow@Kirch Jesar KJes . Zs. MeckWB Hackelgefackel .

Gefadder

WWB

gef·adder

Ge-fadder m. [verbr.] Pate, Patin. Muin Gevadder es fründlick ( Kr. Lemgo Lem Kr. Lemgo@Humfeld Hf ). — Sprichw.: Wenn dat Kind ’en Namen hä…

Gefadderinne

WWB

gefadder·inne

Ge-fadderinne f. [verstr.] Gevatterin ( Kr. Steinfurt Stf Kr. Steinfurt@Burgsteinfurt Bu ) dass.

gefadian

KöblerAe

gefadian , sw. V. (2) nhd. ordnen, führen E.: s. ge-, fadian L.: Hall/Meritt 108b, Lehnert 70a

gefäch

DWB

gefäch , n. collectivische bildung zu fach, gefach, vom Westerwalde bei Schmidt 66 ( der gfäg schreibt ), fach in einem schranke und im haus…

Gefächel

Campe

Х Das Gefächel , des — s , o. Mz . ein anhaltendes, wiederholtes Fächeln. Uneigentlich für, sanftes Wehen. »I dem Gefächel des Westes.« Thüm…

gefächert

GWB

gefach·ert

gefächert ‘g-es Laub’: handförmig geteiltes Blattwerk (der Fächerpalme) GWB N7,96 Rez: AHumboldt[AHumboldt] Günter Kramer G. K.

gefäde

DWB

gefäde , n. collectivum zu faden, fadenwerk: ihr andern seid zu sicher. an luftigem gefäd', an spinweb' hänget der zeitvertreib. Klopstock o…

Gefǟfele

WWB

Ge-fǟfele n. a) Alberei. — b) heuchlerisches Verhalten, mit dem jmd. getäuscht werden soll ( Kr. Brilon Bri Nf).

gefähr

DWB

gefähr , adj., infestus, obnoxius, periculosus, gleich dem seltneren gefahr ( sp. 2060); mhd. gevære, ahd. gifâri Graff 3, 576 , auch nhd. n…

gefährde

DWB

gefährde , f. n. eig. nur vollere nebenform von gefähr f. n. ( vergl. d. und sp. 1616), die sich doch länger gehalten hat und auch etwas frü…

Gefährde (bis ins 18. Jh.)

DERW

Gefährde (bis ins 18. Jh.), F., ›List, Be- trug‹, mhd. gevürde, F., ›Hinterlist, Be- trug‹, Deutschenspiegel um 1275, s. Gefahr

Gefährdeeid

DERW

gefaehrde·eid

Gefährdeeid, M., ›Gefährdeeid‹ 15. Jh. (1484 Nürnberg) Lüs. lat. iuramentum calumniae, N., ›Gefährdeeid‹, s. Gefährde, Eid gefährden, V., ›i…

gefährdeid

DWB

gefährdeid , m. gefärdeid, juramentum calumniae, eid vor gefärde. Stieler 364 ; s. DWB gefährde 1, c, γ sp. 2074.

gefährden

DWB

gefaehr·den

gefährden , zeitwort zu gefährde, wie gefähren, gefahren zu gefähr, gefahr. 1 1) mhd. geværden, doch selten ( nicht in den wbb. ); reflexivi…

gefährdlich

DWB

gefährdlich , adj. zu gefährde, wie gefährlich zu gefahr; ein mittelbares zeugnis gibt verdligkeit im 16. jahrh. s. unter DWB fährlichkeit .

gefährdung

DWB

gefaehr·dung

gefährdung , f. subst. verb. zu gefährden, seit kurzem sehr geläufig ( s. DWB gefährden 3), z. b.: man war ohne sonstige gefährdung ( durch …

Gefährdungsdelikt

DERW

gefaehrdung·s·delikt

Gefährdungsdelikt, N., ›Delikt zu dessen Verwirklichung die Herbeiführung einer Gefahrenlage für das im Tatbestand vor- ausgesetzte Schutzob…

gef als Zweitglied (1 von 1)

Ableitungen von gef (1 von 1)

ungef

Lexer

ungef- s. ungev-.