Eintrag · Mittelhochdeutsches Wb. (MWB)
gebite stF.
2 ‘Aufschub, Frist’
3 ‘Verweilen, Aufenthalt’
1 ‘geduldiges Warten’ ze manegen dingen ist mir gâch, / daz mich geriuwet dar nâch. / unrehtiu gæhe schaden tuot, / reht gebite diu ist guot Freid 116,22; zer welte ist niht sô guot, daz ich ie gesach, sô guot gebite. / swer die gedulteclîchen hât, / der kam des ie mit vröiden hin MF:Reinm 12: 4,6; Rennewarten duhte gar zu lanc / nach Alysen die gebite Rennew 4789; Mai 26,26; merket war ich diz wende, / mit geduldigen gebiten HeslApk 14547 2 ‘Aufschub, Frist’ daz ist ein klag vor aller klage, / daz wir ie von tag ze tage / dâ gegen [auf den Tod zu] treten einen trit, / und weder frist noch gebit / dar an ist niender umb ein hâr Georg 1066; kûm erwarp man im daz, / daz man im liez solch gebit [soviel Zeit] , / daz er hinz Knutelvelde rit Ottok 57159; mîn frâg niht lenger hât gebit Helbl 1,308 3 ‘Verweilen, Aufenthalt’ wand er deheiner slahte twâl / hete ninder noch gebite Parz 15,7; nu kertens dannen on gebit WhvÖst 4204
MWB 2 165,23; Bearbeiter: Plate