Garbe I
Rhfrk uNahe
gārp (
-ā- stark getrübt),
-- [Birkf
-ār-, manchmal
gārw, Pl.
-wə u.
-Eər-]; sonst
garp [Birkf-Gimbw
-Er-; Wend-Haupersw, Ottw-Merchw, Saarbr-Göttelborn
-ę-]; OMosfrk
ga·r.əf [May-Polch, Aden-Hausem
-ǫ-]; an der Saar in NOSaarl von Diefflen Saarwelling Schwarzenholz an
gā:rf bis ausschl. Piesb Bettstdt Lab, von wo an
-E:- (überweit); sonst Saarl, Merz
ga·r.əf bis Saarl-Fürw Eimersd (ausschl.), ausschl. Merz-Ficking Menning Merching Rissenth, von wo an an der ganzen uSaar
-ę·r.- (
-ę- überweit) [doch Saarbg-Perl Borg Eft Hellend
-a·r.-; Saarbg-Nennig Tetting Besch
-o·r.-]; Trier (Hochw)
-ę·r.- (
-ę- überweit); Trier-Stdt u. vielfach an der Mos
-a·r.-; Trier (
n. Mos), Bitb, Wittl, Daun, SPrüm
-ă-, –ōă-, –ō- (u. mit Schärfung); sonst Prüm
-ā:- [Prüm-Duppach Hallschlag
-E:-]; in Koch, Zell vielfach
-ę·r.-; Rip, Berg,
n. Ruhr
-a·r.-, –ar- [Altk-Birken
-ā:-; Sieg-Seelschd Sieglar, Wippf vielfach
-ę-]; LRip (meist), Eup, SNfrk bis Ürd.-L.
-ę-; lrhn. Klevld
-E-; rrhn.
n. Ruhr
-ar- [doch
-ę- Duisb, Sterkr, Dinsl-Stdt, um Spellen u. Wesel, Elten;
γEăf am ORande]; Pl.
-wə(n), –və(n) [Koch-Laub
-weln]
f.: Bündel geschnittenen, gebundenen Getreides; im Rip unterscheidet man die
Schobben, noch nicht gebunden auf dem Felde liegend, von den
G., gebunden u. in
Husten stehend [1
G. besteht aus 2
Sch. Heinsb-Höngen;
Sch. soviele Halme, als beim Mähen bequem zusammengehalten werden = ½
G. Sieg-Honnef;
Sch. die einzelnen Teile beim Aufrechen Schleid-Waldrf;
G. gebunden,
Geleck ungebunden Schleid-Baasem]; doch wird der Unterschied nicht streng behauptet; je nach Getreideart unterscheidet man dazu noch hier u. da
Sch. u.
G., so in der Bonner Gegend:
G. = Roggengarbe,
Sch. = Hafergarbe;
G. bei Roggen u. Weizen,
Sch. bei Gerste u. Hafer Gummb;
G. bei Gerste u. Hafer,
Stuchen bei Roggen u. Weizen Altk-OIngelb Michelb OWamb; in Sieg-Fussh Scheiderhöhe sind
G. nur drei oder vier oben zusammengebundene Hafergarben (diesen kleinen
Husten nennt man
auch Schobben oder
Höggelchen); no nöng (9)
Dag (nach dem Schnitt)
wiərd die Haver opgeschart on zo Gärven gebongen; s. auch je nach der Getreideart: Weizen u. Gerste
Bond, Wickel; Hafer
Männchen; Buchweizen
Büschel, Hippchen, Kegel, Putsch; s. auch
Häuchel, Stauchen (
s. d. W.). —
Of jede Korkasten kommen zeihn G.ən Bernk-Berglicht;
bei de Hawer on de Gerscht len (legen)
de mescht Leit zwo G.ən of de Käschten, äs (dass)
de Ren (Regen)
ner eso gut enekemmt Ottw-Bub;
die Hawer get zo fenf G.ən en Böcken opgestallt Neuw-Rodenb (u. so je nach Gegend recht verschieden). — In der Scheune
de G.ən anlegen zum Dreschen Gummb, —
oziehen Bitb, Saar;
de G.ən ofschetten aufrütteln Koch-Laub;
de G.ə efkes (eben)
kloppe vordreschen Geld;
zwu (gedroschene)
G.ən gen en Beisch (gedroschenen Langstrohs) Bitb-Mettend. RA.:
März schrapp, Aprel nat; März wärm, brengt de Bure-Dern dicke Gärf in de Ärm Geld-Capellen.
Do es ken Schürken so voll, of et geiht noch en Gärfken dren Mörs, Rees.
De lisst (lässt)
die G.ə leie on leift die Ähre no Ottw-Wiesb;
en föscht den Halm on lässt de G.ə fohren Wittl. — Die
krumme G., die letzte G., die gebunden u. zu oberst geladen wurde, nun in der Scheune zu allererst, aber mit nach oben auseinander gedrückten Ähren (deshalb ‘krumm’), unten zu liegen kommt; wird nun gedroschen, so kommt sie zu allerletzt dran, und der Grossknecht geht bei Vollendung des Dreschens mit der kr. G. zum
Hospes u. fragt, ob sie verbrannt oder versoffen werden soll.
Hei brengen we öch de kromm G. uter de Wasch (Gas, Las), wornoə de Kneit so lang gefescht (getast); (Frau), wat solle wej duhn, se verbrennen of versupen? Heisst es
verbr., so wird die G. auf dem Hofplatze angezündet; wenn jedoch der Herr die G. versaufen lässt, dann werden die Knechte mit Schnaps traktiert; der Grossknecht aber muss es sich dann gefallen lassen, von den Mägden mit Wasser begossen zu werden Kemp-SHubert, Geld-Kevelaer.
Hier ös den alden, krummen Mann (-ā-), den nit hüren on sehn kann; hej hät sonnen (solchen)
Honger on sonnen Dorsch, hätt gern wat de drenken on en Worsch; oder —
lot öhm in Bier on Fusel weiken, mag hej nächstes Johr wat beter teiken! Mörs-Neuk.
Hier es de leste G. üt de Las, wonor (wonach)
ek so lang häbb getast; de G. es kromm, ek sin domm; häj (hättet ihr)
en beche (bis-chen)
mehr Verstand, nemmt de Fläss es be de Hand! Geld-Wetten.
Hier komm ek met de kr. G., sei ös gewassen op öhr Erf; gei mott de Jong mar gut wat riken för tegent Johr en gut Tiken. De G. ös kromm, de Jong ös domm;
den Bur, den hät wäll mehr Verstand on gef dem Jong en Kann Fusel en de Hand! Mörs-Orsoy, Rees-Hüthum. Auch wird der letzte
Schabb von der letzten
Bäukar dem
Hospes gebracht u.
versoəpe; dem
Enk, der
de Schabb bringt, wird ein Eimer Wasser übergeschüttet Kemp-Vorst (die Sitte ist veralt.).