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Frūe Spikelērlǖde

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Eintrag · Westfälisches Wb.

Frūe Spikelērlǖde Pl.

Bd. 2, Sp. 899
Frūe Spikelēr-lǖde Pl. [verbr. nördl., verstr. südl.] 1. erwachsene weibl. Personen (oft abwertend (Kr. BeckumBek Kr. Beckum@VorhelmVh)). Ne gantse Drubbel Fraului (Kr. IserlohnIsl Is). De Mannsluü un de Freosluü (Kr. HerfordHfd Kr. Herford@GohfeldGo). Jui mürt nich dä Fruislui in olle Pödde kuiken (Kr. BielefeldBie Kr. Bielefeld@DeppendorfDd). — Ra.: He häff Froulöö achtern’n Arm er hat ein Liebesverhältnis (WMWB). — Sprichw.: Wo Rüens sind, bliekt wecke; wo Fraoulö sind, küert wecke (Kr. AhausAhs Kr. Ahaus@VredenVr || mehrf.). Wenn m’ Friuslui un Ssiegens ’n Plitt (Tuch) ümt Bein binnt, dann hinket se (Kr. BielefeldBie Kr. Bielefeld@DeppendorfNd). Fruggensluie hett lange Röcker, owwer nau längere Tungen (Kr. BürenBür Kr. Büren@GrundsteinheimGr || mehrf. Bür). Frauluie hätt hitzig Blaut, aower kuotten Maut Frauen regen sich leicht auf, aber sie beruhigen sich auch wieder leicht (Kr. SoestSos Kr. Soest@AmpenAm). Frauluie, dai flaitet, un Hauhner, dai krägget, diän werd am besten et Miul taunägget (Kr. ArnsbergArn Kr. Arnsberg@HagenHg); ... doh is nicks an gelegen (Kr. LüdinghausenLhs Kr. Lüdinghausen@OndrupOn || mehrf.); ... de sall man bitieden dän Hals umdreihn (Kr. Borken u. die krfr. Stadt BocholtBor Kr. Borken u. die krfr. Stadt Bocholt@WesekeWs || mehrf.). Tweu Friuslüe innen Hiuse es oll vierl, dreue es Düiwelspierl (Kr. HalleHal Kr. Halle@HörsteHö). Twǟi Fraulǖ in ǟim’m Hūs sind at twǟi Katten un ǟine Mūs (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor Wl). Frauluie un Hitten sind nit te ergründen (Kr. MeschedeMes Kr. Meschede@BödefeldBö || mehrf.). Früemde Piär un früemde Fraulüü könn sick nich verdriägen (Kr. BeckumBek Vh). An aolle Fraulü un aolle Hüse is alltied wat te flicken (Kr. BeckumBek Kr. Beckum@AhlenAl || mehrf.). Katten un Fraulü dei iätet alltiet, Rüens un Mannslü, wann se wat kritt (Kr. Altena u. die krfr. Stadt LüdenscheidAlt Kr. Altena u. die krfr. Stadt Lüdenscheid@LüdenscheidLü). Fraulü un Uowens süellt nich so faken utgaohn (Wortspiel mit verschiedenen Bedd. von → ūt-gan) (Kr. BeckumBek Kr. Beckum@AhlenAl). Frusluie hätt lang Hōr, owwer kurden Vostand (Kr. HalleHal Kr. Halle@LoxtenLo || mehrf.). Achtern Biärge giff ett gaue Saotkartuffeln, ober schlechte Fruwenslüe (Kr. HerfordHfd Kr. Herford@HerfordHf). In jedem Miäken stiaket twoei Frauluie; et kümmet diäropp an, bieke riutkümmet (Kr. LippstadtLst Kr. Lippstadt@DrewerDr). De Bildung bestäiht bey den mäisten Frauluien iut Inbildunge (Kr. ArnsbergArn Kr. Arnsberg@BalveBa). „Hu“ iß de Fraulü iähren Daggstock (Spazierstock) (Kr. SteinfurtStf Kr. Steinfurt@KatenhornKa || mehrf. Münsterl). Wahr di vör de Fraulü, wao de Miälk vodrügt iß hüte dich vor älteren unverheirateten Frauen (Kr. SteinfurtStf Kr. Steinfurt@KatenhornKa). — Sagw.: Et is mi säon Tuigesken („nette Gesellschaft“), sachte de Duiwel, do dräif ’e ’n Tropp Frauluie vüär sïek hiär (Kr. ArnsbergArn En). Frauluie goht vür, segget de Pastauer bey der Proßiäune (Kr. ArnsbergArn Kr. Arnsberg@BalveBa). — 2.1. junge (unverheiratete) Frauen, Mädchen [verstr. Kr. SteinfurtStf WMünsterl Kr. Recklinghausen u. die krfr. Städte Bottrop u. GladbeckRek die krfr. Städte Gelsenkirchen u. Wanne-EickelGel Mark]. Dull (versessen) op de Fraulöu (Kr. Altena u. die krfr. Stadt LüdenscheidAlt Al). — Ra.: Fraulü un käin Enne sagt man, wenn in einer Familie mehrere Mädchen nacheinander geboren werden (die krfr. Städte Bochum, Herne u. WattenscheidBch die krfr. Städte Bochum, Herne u. Wattenscheid@LangendreerLd). — Sprichw.: Wann de Sāp inne Büme stīget, dann fanget de Fraulü an te friggen (Kr. IserlohnIsl El). Kranke Fraoulö, gesunde Wiewer (Kr. AhausAhs Kr. Ahaus@VredenVr). De puppigsten junge Fraulö gäwwt de schlackerigsten (unsaubersten) Wiewer (Kr. Borken u. die krfr. Stadt BocholtBor Kr. Borken u. die krfr. Stadt Bocholt@RamsdorfRd). Fraulöe un Müse bünt Undiers in de Hüse (Kr. Borken u. die krfr. Stadt BocholtBor Kr. Borken u. die krfr. Stadt Bocholt@BorkenBo || (ähnl.) mehrf. Münsterl). Völle Fraulö un ne graoten Gaoren is ’n Undergang för’n Bur (Kr. AhausAhs Kr. Ahaus@AmmeloeAo || mehrf.). Kr. BielefeldBie Piäde un Fraulüde mott man ümmer noh den Behne kieken (Kr. MünsterMün Kr. Münster@CoerdeKö || mehrf.). Linnen un Frueslüe draw me nich bi de Lucht kaupen (Kr. TecklenburgTek Kr. Tecklenburg@LienenLi || (ähnl.) mehrf.). Warme (hier: verliebte) Fraulö früß nich (Kr. AhausAhs Kr. Ahaus@VredenVr). Man kann bäter ne Schufkaor vull Kickförske (Frösche) wahrn äs ’n paar junge Froulö (Kr. Borken u. die krfr. Stadt BocholtBor Kr. Borken u. die krfr. Stadt Bocholt@WesekeWs || mehrf.). — 2.2. Dienstmädchen, Mägde [Sos, verstr. Kr. Recklinghausen u. die krfr. Städte Bottrop u. GladbeckRek Lhs]. — 3. Ehefrauen. — Sprichw.: We sick Swin häölt to’t Mistmaken, Höhner to’t Eierleggen un Fraulü to’t Spinnen, de is ansmiärt (Münsterl WAGENF 30). Froßlöi un Pir sall man nich volain’n (Kr. BielefeldBie Kr. Bielefeld@GellershagenGh || mehrf.). ⟨›Frau‹- [Münsterl Mark Kr. SoestSos Kr. ArnsbergArn Olp], ›Frūs‹- [Kr. TecklenburgTek Kr. HerfordHfd Hal], „Frūs“- [Ravensbg], ›Frō¹s‹- [Hfd], „Frōs“- [Kr. HerfordHfd Bie], „Frauens“- u. Frūens- [Lüb], ›Frō¹ens‹- [Kr. LübbeckeLüb Min], Fruggens- [Kr. WiedenbrückWie südl. OWestf], Frubbens- [verstr. Kr. HerfordHfd Lippe]; -›lǖ(e)‹ [verbr.], -›lǖd(e)‹ [verstr. Münsterl], -›lo‹ [WMünsterl]⟩ ¶ Auch als Pl. von → Frūe (Kr. SoestSos SCHMB) bzw. → ~menske (KKWB) bezeugt.
3735 Zeichen · 92 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. modern
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    Frūe SpikelērlǖdePl.

    Westfälisches Wb.

    Frūe Spikelēr-lǖde Pl. [verbr. nördl., verstr. südl.] 1. erwachsene weibl. Personen (oft abwertend ( Bek Vh )). Ne gants…

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Wortbildung

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37 Bildungen · 37 Erstglied · 0 Zweitglied · 0 Ableitungen

Zerlegung von fruespikelerluede 2 Komponenten

fruespikeler+luede

fruespikelerluede setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

fruespikelerluede‑ als Erstglied (30 von 37)

Frūe Spikelērlǖdeǟrs

WWB

Frūe Spikelēr-lǖde-ǟrs m. [WMünsterl] Gesäß einer Frau; nur idW.: De Wind, de jägg wall dicke Hööpe Schnee bineene, mao kin dicke Fraulö-ärs…

Frūe Spikelērlǖdearbēd

WWB

Frūe Spikelēr-lǖde-arbēd f. [verstr.] 1. von Frauen geleistete Arbeit; nur idW.: Fruslüearbeit is behend, aower sei nimp kin End ( Tek Me ||…

Frūe Spikelērlǖdeboªr

WWB

Frūe Spikelēr-lǖde-boªr m. [verstr. westl. Münsterl] Art Löffelbohrer; leichter Bohrer (des Holzschuhmachers).

Frūe Spikelērlǖdeklē²d

WWB

Frūe Spikelēr-lǖde-klē²d f. [verstr.] Frauenkleid. Frauluiekläier wöun fröiger gefouert ( Isl Is ). Frauluiekloider miütet uowen un unnen la…

Frūe Spikelērlǖdekrankelen

WWB

Frūe Spikelēr-lǖde-krankelen n. [verstr.] Kränkeln einer Frau. — Sprichw.: Rüensjankeln un Fraulükrankeln duert nich lang (Münsterl WAGENF 3…