Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
Föhre f.
Föhre f.
Föhre f. Die Bezeichnungen für die gemeine Kiefer ahd. for(a)ha (9. Jh.), mhd. vorhe, asächs. furia, mnd. vūre, aengl. furh-, anord. fura, fūra, schwed. fura (germ. *furhō) sind bei vorauszusetzender Bedeutungsverschiebung verwandt mit ablautendem lat. quercus ‘Eiche, Eichel, aus Eichenholz Gefertigtes’ (aus ie. *perku̯us ‘Eiche’). Dazu gehört auch der von Caesar benutzte kelt. Name für das deutsche Mittelgebirge (Erzgebirge) Hercynia (silva), in dem Bedeutungswandel von ‘Eichenwald’ zu ‘Gebirge’ eingetreten ist. Verwandtschaft mit aind. parkaṭī ‘Feigenbaum’ ist dagegen unwahrscheinlich ( 2, 222). Die alte Bedeutung ‘Eiche’ hält sich im verdeutlichenden Kompositum ahd. fereheih (10. Jh.), dessen erstes Glied die gleiche Ablautstufe aufweist wie die zitierten außergerm. Formen, und lebt noch im 19. Jh. weiter in schweiz. Ferch ‘Eichenholz’. Als verdunkeltes Grundwort ist Föhre wohl auch in 2Kiefer f. (s. d.) enthalten.