flozen selten
-ō- Ottw-Wiebelsk;
-ū- Simm-Laufersw;
-ū:- Ahrw-Remag;
-uksə Bitb-NWeis Geichl, Prüm-Ihren, Malm-Aldring (u.
-iks-) ; durchweg mit Umlaut
-ēts-, –ē:-, –ī:-, –ȳ:-, –iks-, –y- Verbr. wie Floz; Nfrk in Kemp, Wermelsk
(-ȳ·ə.ts-), Mettm-Cronenbg
-ȳ·ə.tə schw.: 1. intrans. a. schnell fliessen, bes. vom Hochwasser;
et Wasser flizt, kemmt geflizt Neuw-Datzeroth u. sonst verbr.;
beu dem schwere Ren flizt dat Wasser schreckelech de Strosse erunner Koch-Hambuch;
es sieht aus, als wie wenn's met de Bach geflezt komm wär unordentlich Simm-Ellern. — b.
et flüzt das Wasser stürzt herunter, hervor May, Zell, Prüm Daun; nach starkem Regen
hat et geflüzt Neuw-Dattenbg;
es hat geflezt der Regen hat Sand in einer Gasse angeschwemmt Saarbr. — Auch übertr.
dem flizt et aus de Maul wie en Wolkebruch er redet fliessend Neuw-Datzeroth. — Wer sein Vermögen schnell verliert,
dem es et fortgefluzt ebd. — c. mit einem Flosse oder einer Eisscholle fahren Altk-Wissen
(-ȳ:-). —
d. übertr. α. umziehen, bes. von Knechten und Mägden, die zu Silvester ihre Stelle wechseln Neuw-Weis Heimb
(-ȳ:-). — β. ohne Zweck u. Ziel umherziehen Sieg-Fussh, Bo-Vollmershv
(-ȳ:-); müssig, bummelig, umherlaufen Birkf, Wend
(-ō-), Wittlich
(-ī:-). — γ. rasch laufen Trier-Welschbillig
(-ī:-). — δ. sich fl., breit hinbummeln,
z. B. auf einen Tisch Boppard, Kobl
(-ī:-). — 2. trans. a. etwas
flüze auf dem Wasser hintreiben lassen Neuw-Dattenbg. — b. etwas fortschwemmen, vom Regen, bes. Wolkenbruch gesagt, der das Erdreich mit sich reisst; Gräben in Felder reissen, mit Geröll bedecken Rhfrk, Mosfrk;
dat Wasser hot alles fortgeflezt Simm;
was der Ren do e Schlamm hingeflezt hat! Saarbr;
et Wasser hat alles geflickst die Ackerkrume in Abhängen weggeschwemmt Prüm-Burb;
wat hot et W. e Gemelters (Gemüll, Geröll)
ogeflizt! Wittl-Binsf;
et es en Fur (Furche)
geflüzt eine Rinne ausgewaschen Aden-Bongard; auch absol.
et Wasser hat gefleəzt Siegld, Allg.;
es hat geflezt wenn der Regen durch eine Gasse oder Rinne fliesst u. an einer Stelle Sand ablagert Ottw. —
Modd (Schlamm)
flüəten aufwühlen Mettm-Haan. — c. Wiesen fl., bewässern Bitb, Prüm
(-ī:ts-), Malm
(-yks-), Mülh-Rh
(-ȳ:ts-), Dür
(-yks-);
-ȳ:t- Sol, Wermelsk;
-ȳ·ə.t- Kemp, Mettm-Cronenbg;
de Wise werden em Februar at (schon)
geflüzt MülhRh-BGladb; auch absol.
welltje flüəten, dat je an't Staue sit? Kemp. —
d. übertr. α. etwas fl., alles durcheinanderwerfen Neuw-Dernb. — β. einen fl., wegjagen, auch
herausfl. Kobl
(-ī:-), May
(-ȳ:-), Neuw
(-ȳ:-), Sieg-Königswinter
(-ȳ:-). — γ. etwas einem fl., entwenden, auch
fortfl. Ahrw-Remag, Sieg-Lohmar.
(-ū:-). — Abl.:
die Flözerei, dat Geflöz. — Neuw-Datzeroth unterscheidet
-ī:ts- bei schnell strömendem Wasser von
-ū:ts- bei der Strömung des Hochwassers.