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feisch

nhd. bis Dial. · 2 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

DWB
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2 in 2 Wb.
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

feisch m.

Bd. 3, Sp. 1465
feisch, m. sanguis, cruor, weidmännisch, aber nur in Österreich, Baiern und vielleicht dem angrenzenden Schwaben, nicht alemannisch noch schweizerisch, noch weniger im mittleren oder nördlichen Deutschland, daher bei Döbel fehlend. wird auch faisch und fasch geschrieben. für das vom wunden oder getödteten wild flieszende blut, zumal von hirsch, reh, hase; vom schwarzen wildpret, wie von zahmen hausthieren ist das wort schweisz üblicher. Höfer 1, 192. bei Schmeller 1, 574 steht faesch, faescht, faist, das blut, besonders des hirsches, der hirzfaist, was auch für hirschjagd und weiblich vorkommt (sp. 1472): bei ainer hirschfaiszt ainen gueten starken drunk oder grasmal halten; weil die hunde schon sich pfnasten im cinnoberedlem faist. Bogner mirakel. Schmeller stellt in zweifel, ob nicht faisch müsse angenommen werden. die jäger trinken der gemse faisch, als gut wider den schwindel. Hohberg 2, 626a. Heppe im leithund s. 115 hat: der schweisz, auch fasch oder faisch genannt, und s. 368 schweisz, man sagt auch fasch oder faisch, heiszt das geblüt von allem haaricht und gefiedertem wildpret. es fällt auf, dasz der ältere Hadamar von Laber, bei vielfachem anlasz, weder feisch noch schweisz nennt, auch in Maximilian 1 jagdbuch mangeln beide wörter. feisch könnte sich nun mit dem folgenden feisz und feist berühren, da die ausgänge sch und st tauschen, t leicht apocope leidet, und die vorstellung des gerinnenden bluts an die des fetts reicht; vielleicht hängt es mit schweisz zusammen nach dem wechsel der anlaute sch und f, wie in schaum und faum, feim (sp. 1450), ja diese wörter dürften selbst verwandt liegen, weil das blut schäumt. in Baldes lob der magern heiszt es (Schm. 3, 550): wie faumens nit, wie schaumens nit, wie dampfens nit, wie schweiszens nit. faiser soll nach Schmid s. 175 für seifer, geifertuch vorkommen. Höfer denkt bei feisch an ein feigisch von feige, moribundus. auch die sl. jäger unterscheiden von pot, schweisz, sudor das blut des wildes, poln. böhm. krew, illyr. kerv, slov. kri, welches krew dem lat. cruor, lit. kraujas, buchstäblich aber dem goth. hraiv, ahd. hrê, mhd.entspricht, worin also der begrif von todesblut, todesschweisz und dann von leiche enthalten ist. mehr noch unter schweisz, vgl.ferch, ahd. fërah, blut und leben; oben sp. 1322. 1324 farbe, blut.
2328 Zeichen · 38 Sätze

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Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    feischm.

    Grimm (DWB, 1854–1961)

    feisch , m. sanguis, cruor, weidmännisch, aber nur in Österreich, Baiern und vielleicht dem angrenzenden Schwaben, nicht…

  2. modern
    Dialekt
    Feisch

    Rheinisches Wb.

    Feisch -ə·i.- = Wickel s. Fäsche II;

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit feisch

3 Bildungen · 3 Erstglied · 0 Zweitglied · 0 Ableitungen

Ableitung von feisch

fe + -isch

feisch leitet sich vom Lemma fe ab mit Suffix -isch.

Zerlegung von feisch 2 Komponenten

fei+sch

feisch setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

feisch‑ als Erstglied (3 von 3)

feischen

DWB

fei·schen

feischen , sanguinem emittere, sein blut vergieszen: das wild feischet, hat gefeischet. bei Schm. 1, 574 faeschn, faeschnen, faeschtn; sich …