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Fahn

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MeckWB
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Eintrag · Mecklenburgisches Wb.

Fahn Pl.

Bd. 2, Sp. 781
Wossidia Fahn Pl. -en, selten -s f. Fahne. 1. Abzeichen für Macht und Bestand von Staaten, staatlichen, kirchlichen und bürgerlichen Gemeinschaftseinrichtungen; die Fahne der Stadt Rostock führte 1418 die Farben blauweißrot; diese gingen nach dem 30jährigen Kriege auf die meckl. Seeflagge über; daneben war die gelbe Fahne mit dem schwarzen Greifen als Stadtfahne in Ro aufgekommen und allein geblieben Beitr. Rost. 1, 1, 79; 'myt crußen unde myt vanen' (in einer Prozession) Slagg. 88; 'wer ein Epitaphium in der Kirchen will anheften oder Fahnen aufstecken lassen' (1717) Bär. 1, 3, 95; Zeichen für die Marktdauer: 'Und da in vorigen Zeiten ein gewisses Zeichen oder sogenannte Fahne vormittags ist aufgestecket gewesen, soll solches künftig wieder renoviret und observiret werden' (Wi) Verordn. von 1735; Rost. Nachr. 1753, S. 82a; Feldzeichen einer Wehrmachtsabteilung, in Ro hieß auch der Stadtbezirk so, in welchem die Mitglieder einer Einheit der Bürgerwehr wohnten; 1625 zählte man 18, seit 1633 12 Fahnen, von 1635 an gab es 13, und seit 1674 die endgültige Zahl von 11 Fahnen Beitr. Rost. 1, 1, 84. Das Treueverhältnis, das der Fahne geschuldet und gehalten wird, prägt sich in der Wendung för de Fahn für die Fahne aus, die zunächst große Tapferkeit, dann aber auch starke Anstrengung bedeutet: Un nülich hett he vöre Fahn Sick mit Gelehrten streden H. Schröd. Garw 142; roken för de Fahn stark Tabak rauchen; dat geiht för de Fahn die Arbeit geht tüchtig von statten PaParchim@DobbertinDobb; dat (Pferd) is 'n krusen Aas, œwer gahn! för de Fahn! laufen kann es tüchtig Schö Schönberg@SchlagsdorfSchlagsd; auch die Wendung de Fahn nich (ver)laten ist volkstümlich: ick lat de Fahn nich verrichte meinen Dienst treu (1887) HaHagenow@RedefinRed; einige der Teilnehmer an Wo.s Sammelabenden in Wa um 1890 erklärten: ick verlat de Fahn nich, d. h. ich bleibe der Sache treu. 2. übertr. leichtes, buntes Frauenkleid: ehr oll rod' Fahn von Kleed Stillfr. Köst. 2, 122; dee (die putzsüchtige Frau) hett alle Ogenblick ne anner Fahn RoRostock@RibnitzRibn; Wo. V. 3, 1; Hemd, das aus einem Kleidungsschlitz heraushängt: hest woll de grot Fahn utstäken PaParchim@DobbertinDobb; Maurer sagen vom Handlanger: dee hett de Fahn bi uns swenkt Wi; de rod' Fahn utstäken bezeichnet eine Feuersbrunst: för denn' wir 't ok am besten, wenn he bald de rod' Fahn utstek RoRostock@RibnitzRibn; anderseits auch die monatliche Reinigung der Frauen Gü; Wi; und die Nachgeburt, so daß die Hebamme Fahnensmidt genannt wurde Sta Stargard@GrammertinGramm; langhaariger Tierschwanz: schöt em den grawen Hasenhagel ... ünner de Fahn rinne Bri. 3, 28; dat Pierd dreggt œwer de Fahn gaut hoch LuLudwigslust@EldenaEld; Kuhschwanz WaWaren@JabelJab. Dim.: aplustrum 'dat Fehneken edder ander zyrath, so men uth dem schpe henget' Chytr. 227. Zss.: Knicker-, Taft-, Wäderfahn. Mnd. vane m. Br. Wb. 1, 341; Dä. 112a; Kü. 1, 437; Me. 2, 9.
2776 Zeichen · 46 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. modern
    Dialekt
    Fahn

    Elsässisches Wb. · +1 Parallelbeleg

    Fa h n , Fa h ne n [Fân m. Pfetterhsn. , n. Lutterb. ; sonst Fânə m. fast allg.; Fônə K. Z. ] ; Pl. [Fânə Pfetterhsn. ; …

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit fahn

135 Bildungen · 131 Erstglied · 1 Zweitglied · 3 Ableitungen

fahn‑ als Erstglied (30 von 131)

fahndern

SHW

fahnd-ern Band 2, Spalte 323-324

Fahndelblume

RhWB

Fahndel-blume fundeltsblū:m Bitb-, NWeis Wiersd f.: Feldmohn.

fahndeln

DWB

fahndeln , vexillum evolvere, die fahne wehen, flattern lassen. Stalder 1, 350 .

Fahndelschwenker

RhWB

Fahndel-schwenker fęndəl- Rip m.: der das Fähndel schwenkt.

Fahndelträger

RhWB

Fahndel-träger -əlts- WMosfrk m.: Fahnenträger.

fahnden

DWB

fah·n·den

fahnden , rimari, tentare, explorare, schlechte schreibung für fanden, fanten, ahd. fantôn ( Graff 3, 539 ), alts. fandôn, ags. fandian, uns…

Fahnder(in)

LDWB2

Fahn|der(-in) m./f. investigadú(-dëssa) m.(f.)

Fahndung

Pfeifer_etym

fah·n·dung

fahnden Vb. ‘nachforschen, jmdn. zu finden suchen’, ahd. fantōn ‘durchforschen’ (8. Jh.), mhd. mnd. vanden, vannen ‘besuchen’, asächs. fando…

fahndungsbuch

DWB2

fahndung·s·buch

fahndungsbuch n. : 1960 Ritter strafrechtspflege 91. 1976 Schnurre ich brauch dich 72.

Fahne, Anton

Meyers

fahne·anton

Fahne, Anton , Rechtsgelehrter und Historiker, geb. 28. Febr. 1805 in Münster, gest. 12. Jan. 1883 in Düsseldorf, studierte Medizin, dann Th…

Fahnebibbele

ElsWB

Fahnebibbele Verwunderungsausruf ’ Str. Ulrich. ‘Poz Fahnebibbele! Wie were die uffahre’ Pfm. III 8. ‘E Herrschaft fahnebibbel un ken End!’ …

Fahne des Propheten

Herder

Fahne des Propheten , Sandschak-Scheriff, bei den Moslemin das heilige Feldzeichen, das aus dem schwarzen Zeltvorhange der Aïscha, Mohammeds…

Fahnenflor

SHW

Fahnen-flor Band 2, Spalte 325-326

fahn als Zweitglied (1 von 1)

Ableitungen von fahn (3 von 3)

befahnen

DWB

befahnen , vexillo ornare: schif befanet. Garg. 79 a ; ein befahntes sommerschlosz. Pfeffel 6, 61 .

Entfahnen

Meyers

Entfahnen ( abgipfeln ), das Abschneiden der männlichen Rispen des Mais, um das Ausreisen der Kolben zu erleichtern, bringt, je früher es vo…

fahne

DWB

fahne [fane], f. vexillum, ahd. fano m., mhd. van m., nnl. vaan f., ags. fana m., engl. erloschen, doch im fr. fanon, das aus fano stammt, w…

Zitieren als…
APA
Cotta, M. (2026). „fahn". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 13. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/fahn/meckwb
MLA
Cotta, Marcel. „fahn". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/fahn/meckwb. Abgerufen 13. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „fahn". lautwandel.de. Zugegriffen 13. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/fahn/meckwb.
BibTeX
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